Wie ich auf Grund einer Idee zur Autorin wurde

05/02/09

Wie ich auf Grund einer Idee zur Autorin wurde

Gunnhild Fenia Tegenthoff geb. am 20.02.1960 in Marl/ Westfalen, Deutschland. Seit 1971 in Österreich wohnend. Meine Wurzel liegen mütterlicherseits in Kärnten (Großvater) und dem Windischen - Nordkroatien (Großmutter) und Väterlicherseits in Ostdeutschland - noch weiter zurück (Urgroßeltern): Russland.

Ich war im Jahr 2000 Mitbegründerin (Proponentin) des Verein Sonnenstrahl und bin seither tätig als Obfrau, Junior Consultant, Journalistin (ÖJC – Mitglied), Autorin ec.

Als 5 fache Mutter und Oma erhalte ich sehr viel Rückhalt durch meine Familie als auch durch meine Arbeit und durch mitfühlende Freunde. Immerhin galt es Drei zu den Sternen, also verstorbene bzw. vorausgegangene Kinder gemeinsam als auch jeder für sich persönlich zu überleben: Barbara gest. 1976 (ohne Grab, 16.SSW), Johanna gest. 1979 (ohne Grab, 10. SSW), Christopher Marvin (9.3.1987 - 10.5. 1987) mit Grab.

Das Grab meines Kindes befindet sich an einer Friedhofsmauer gleich neben dem Eingang, verdeckt durch eine hohe Tjue. Wenige Wochen nach der Beerdigung meines Dritten Kindes hatte ich ein mein Herz sehr berührendes Erlebnis: ich betrat den Friedhof, auf dem mein Sohn beerdigt lag. Ich bog um die Hecke, gebildet aus Tjuen und sah den Friedhofsgärtner, wie er mit gebeugtem Haupt vor dem Grab meines ermordeten Sohnes stand. Ob er betete oder innere stille Zwiesprache hielt, ich weiß es nicht. Als er mich wahrnahm, erschrak er und auf Grund seiner sich verändernden Gesichtsfarbe nahm ich an, das es ihm nicht recht war, von mir entdeckt zu werden. Sichtlich war es ihm peinlich und er wirkte sehr verlegen. Dabei gehört diese Begegnung, dieses Erlebnis mit zu den schönsten Erinnerungen, welche ich habe an die Zeit nach dem Tot meines dritten Kindes. Die Ermordung meines dritten Kindes wurde Medial breitgetreten und über ein Jahr lang berichtet. So lernte ich rasch zu verstehen, dass das Grab meines Kindes ein wichtiger Ort bis heute für viele Menschen ist. Ich meine damit nicht nur meine eigenen Familienmitglieder, sondern die vielen mitfühlenden Freunde, welche uns in der Zeit davor und danach zur Seite standen, denn der Kindesvater (mein Partner) war Verhaltensauffällig gewesen, weswegen wir bei Geistlichen und div. Ärzten waren. Keiner kann in das Herz eines anderen schauen, keiner vermochte auch nur ansatzweise erahnen oder vorherzusagen, das sich am Muttertag 87 in unserer Wohnung ein Tragödie abspielen würde.

1960 wurde ich an der Wirbelsäule körperbehindert geboren. Seit dem Herbst 2004 gelte ich als 70% behindert, nachdem ich am 24.9.2003 16 Stunden lang wegen meiner angeborenen Fehlbildung unterm Messer lag und im ersten Jahr danach als 80% behindert eingestuft worden war.

Mein Kinder- und Jugendtraum war es, selbst eine kinderreiche Familie zu haben und/ oder als Kinderdorfmutter, Journalistin , Entwicklungshelferin mich zu verwirklichen.

Meine Eltern hielten nichts von meinen Träumen. So nahm mein beruflicher als auch mein privater Lebensweg eine andere Richtung, bis ich letztendlich doch in gewisser Weise beim Thema Entwicklungshilfe und  Öffentlichkeitsarbeit landete. Als Basis für mein neues "berufliches" Leben machte ich im zweiten Bildungsweg eine PR – Assistent Ausbildung, welche auch Grundzüge des Journalismus enthielt. Für die Ausbildung bewarben sich 210 Kandidaten und Kandidatinnen – 77 wurden genommen. Darunter war ich, der ich mich mit dem Konzept vorstellte zu dem von mir mitgegründeteten Verein Sonnenstrahl.

Sie halten mein erstes Buch in Händen, von dem schon jetzt klar ist, das umgehend weitere Bücher folgen werden, denn mein erstes Manuskript hatte letzendlich zu viele Seiten.

Der (mögliche) Tod eines Kindes ist kein leichtes Thema – erst recht nicht, wenn das Kind im Mutterleib, während oder kurz nach der Geburt gestorben ist.

Doch ich denke mir: wenn nicht Angehörige und mitfühlende Freunde über die Vielfalt dieses Themenbereiches schreiben – wer dann?

In Erinnerung daran, das Lehrer und Lehrerinnen immerzu meine Aufsätze als zu lang – oder als zum Thema verfehlt – bekrittelt haben, habe ich lange überlegt, ob ich Buch/ Bücher schreiben soll. Zögernd fing ich an, Mut zu fassen.  Ich muss keinen Lehrer glücklich machen, ich muss keine Erwartungen erfüllen.

Der Leser/ die Leserin wird mein Buch kaufen oder auch nicht – das hängt in erster Lineie davon ab, ob der Leser/ die Leserin sich mit dem Thema “Ein besonderer Schwangerschaftsratgeber — wenn Lebensbeginn und –ende drohen zusammenzufallen” anspricht. Dann kommt die Frage über die Bereitschaft, sich vom Buchinhalt konfrontieren zu lassen und ev. sich auch damit auseinandersetzen zu wollen. Ob der Buchinhalt berührt, hilft, bekrittelt wird? Über Reaktionen der LeserInnen freue ich mich schon heute. Zu erreichen bin ich über die Adresse des Verein Sonnenstrahl, A 1020 Wien, Schüttelstr. 5/1/EG/2.  Erreichbar bin ich auch über die von mir aufgebauten  Onlinemagazine sonnenstrahl.org und sternenkind.info, welche alle zeitgleich auch Infotainment-, Onlinebibliotheken und Wissensportale sind.

Schon in der Vergangenheit war es so: Gerne nehme ich bei von mir organisierten Veranstaltungen die Rolle einer Organisatorin und Moderatorin ein (so auch beim vorliegenden Buch), denn es macht Sinn, vorhandenes zusammenzufügen und fehlendes zu ergänzen, denn das Rad muss nicht beständig neu erfunden werden.

Ebenso vertrete ich die Ansicht: andere Menschen können besser formulieren im Vergleich zu mir. Man könnte auch sagen: ich füge Dokumentiertes zusammen, ordne es und machen es nach Themen geordnet zum Thema. Sicher bin ich noch in vielen Punkten verbesserungswürdig, z. B. in Punkto Präsentation.

Wichtiger Hinweis in eigener Sache:
Für Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit div. Kontaktdaten kann ich nicht garantieren. Deshalb empfehle ich, im Bedarfsfall mit den jeweils zuständigen Krankenhäusern, Selbsthilfegruppen, (Klinik-) Seelsorgern, Bestattungsunternehmen und Verwaltung des Wunschfriedhofes Rücksprache zu halten.

Meine Bitte an diese: Bitte melden Sie im eigenen Interesse Ihre aktuellen bzw. fehlenden Daten an den Verein Sonnenstrahl (z. H. Gunnhild Fenia Tegenthoff), A 1020 Wien, Schüttelstr. 5/1/EG/2!

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