Tiefpunkte des Lebens gilt es als Chance zu nutzen
Tiefpunkte des Lebens gilt es als Chance zu nutzen
Mitglieder aus Behinderten- und Selbsthilfegruppen zeigen Ihnen vor, dass es geht, entgegen der ursprünglichen Lebensplanung z.B. plötzlich Alleinerziehend zu sein, mit einer schweren Krankheit oder mit dem Vorausgehen eines geliebten Menschen konfrontiert zu werden. Jedes für sich betrachtet ist sehr viel mehr als nur eine gesundheitliche Beeinträchtigung. In der ersten Phase handelt es sich um das Auseinanderbrechen des bisherigen, denn nichts wird mehr so werden, wie es früher einmal war. Phasen des „Nicht wahr haben wollens“ wechseln sich in dieser ersten Phase des Lebensbruches mit Angstgefühlen und Angstphantasien sowie mit Todessehnsucht (dem Verstorbenen nachfolgen wollen), Hoffnungslosigkeit und Gefühlen der Sinnlosigkeit ab. Warum gerade ich? Warum gerade mein Kind, mein Partner,…? Warum?!
Das alles ist verständlich, zumindest aus der Sicht jener Menschen, deren persönlich erlebter Lebensbruch schon länger zurückliegt und sofern diese mehrere gute Formen der Verarbeitung und des Akzeptierens für sich selbst gesucht und gefunden haben.
Betrachten Sie ihre jetzige Lebenssituation nicht nur als Prüfung, sondern auch als Aufforderung zum Nachdenken: „Was läuft falsch bei mir? Was kann und sollte und will ich verändern?“
Wer die Verantwortung für sein Leben bisher gern auf andere abgewälzt hat, kann jetzt umdenken und der/die Betreffende wird mit einem starken Selbstwertgefühl belohnt.
Betrachten Sie Ihre schlimme Situation z.B. als Hinterbliebene in einem Todesfall nicht nur als Gottes Urteil, sondern begreifen Sie diese von Gott akzeptierte (und ev. von Menschen geschaffene) Situation als Chance für eine Änderung bzw. Für einen Neuanfang.
Positives Denken, gesunde Ernährung und tägliche Bewegung in Gottes schöner Natur zu jeder Jahreszeit und bei (fast) jedem Wetter tragen dazu bei, zu lernen, besser mit einem scheinbar ungerechten Schicksal um zu gehen. Es gibt kein zu schlechtes Wetter – es gibt nur unpassende Kleidung. Letzteres können Sie selbst verändern, indem Sie sich Kleidung und Schuhe für jede Witterungslage zulegen.
Wer bewusst gut zu sich selbst ist statt sich selbst unentwegt Leid zu tun, fühlt sich stark, denn er/sie hat das Zepter über sich selbst und sein/ihr Leben wieder (oder erstmalig) in die eigenen Hände genommen.
Und: wer bewusst gut zu sich selbst ist, setzt die jedem Menschen innewohnenden Selbstheilungskräfte in Gang!
Jede angebotene Hilfe – welche zur rechten Zeit angeboten und als sinnvoll wahr- und annehmbar gestaltet ist - sollte wie ein Geschenk angenommen und beachtet werden.
Nur Du kannst es, aber Du musst den Weg nicht allein gehen.
Unterstrichen werden die gleichzeitige Selbsthilfe- und Gemeinschaftsorientierung und das Bewusstsein der eigenen Betroffenenkompetenz
Ich für mich — Du für Dich — wir für uns
Unterstrichen werden Selbstbestimmung und Gemeinschaftsverantwortung
Gemeinsam sind wir stärker — Unterstrichen werden Gruppenzusammenarbeit, Solidarisierung und der Wille, sich selbst zu behaupten und die eigenen Interessen zu vertreten
Reden hilft bewältigen — Unterstrichen werden persönliche Offenheit und die Aufhebung der Isolation
Mut zum Tun — Unterstrichen wird, aktiv zu sein, zu handeln, Hoffnung zu haben.