Reden Sie mit - schreiben Sie mir

Reden Sie mit - schreiben Sie mir

Von mir ist geplant, eine Zeitung und Bücher herauszugeben und mit Ihrer Unterstützung zu gestalten zum Themenkreis sterbendes bzw verstorbenes Kind, denn ständig verändert sich etwas oder es kommt bislang unbekanntes ans Tageslicht. Für den User/Leser, der gerade einen Lebensbruch - z.B. die Diagnose einer lebensbedrohlichlichen Erkrankung erfährt, kann bei uns eintauchen in die Fülle der von uns gesammelten Informationen und sich so leichter neu orientieren. Therapien können rascher beantragt werden, Hilfe zur Selbsthilfe kann allumfassender angeboten werden. Ihr Licht kann das Dunkel anderer erhellen.
Ich hoffe, dass es mir mit Ihrer Unterstützung gelingt, diese schwierige Materie sichtbarer und damit auch begreifbarer, nachvollziehbarer - aber auch veränderbar - zu machen, den verändert gehört vieles, aber warum, weshalb, weswegen und in welche Richtung bzw wie ausformuliert, damit das erwünschte Ergebnis dabei heraus kommt. Dazu benötige ich Ihre Gedanken, Fragen, Erlebnisse, …

Bitte verzeihen Sie mir: Mir ist bewußt, dass manche Texte “triggernd” (z.B. schmerzhafte Erinnerungen wachrufend) wirken können. Verstandesgemäß kann ich mir erwarten, dass es in Ihrer Seele eitrige  Wunden von erlebten, aber nicht ausreichend betrauerten und verarbeiteten Erlebnissen gibt.

So mancher Therapeut würde - gedanklich vollenden oder tatsächlich aussprechen - den Satz: dieses Buch jetzt zulesen, erscheint Ihrer Seele der richtige Zeitpunkt, sonst würden Sie nicht zu diesem Buch gegriffen haben.

Auch die Erkenntnis, bislang angelogen und betrogen worden zu sein oder sich selbst belogen zu haben (z.B. in dem man Wahrheiten nicht wahrhaben will), kann das Lesen dieses Buches und anderer Bücher der Anstoß zur Wahrheitsfindung sein inkl. dem anstoßen zu einem schmerzhafter Prozeß mit anschließender Heilung dienen.

Diesbezüglich bitte ich im Vorhinein um Verzeihung, dass ich mir unbekannte — bei Ihnen vorhandene Wunden berühren werde. Ob Ihre vorhandenen Wunden zur Ausheilung kommen — ganz oder ein Stück weit  — ist für mich nicht vorhersehbar. Doch ich danke schon jetzt Ihrer Seele, dass ich Sie ein Stück weit begleiten darf.

Grundsätzlich liegt es allein in Ihrer Entscheidung, ob und wann Sie Ihren Trauerprozeß anstoßen wollen. Die von Ihnen selbstbestimmte Zeit ist die richtige Zeit. Es gibt diesbezüglich kein “es ist zu spät dafür”.

Solange Sie selbstbestimmt vorgehen, also ganz auf Ihr Bauch– und Herzgefühl hören, gibt es auch keinen Zeitpunkt, der zu früh wäre.

Und: verwöhnen Sie sich zwischendurch oder anschließend selbst z.B. mit einem Spaziergang an frischer Luft, einem guten Kaffee, einem Friedhofs- oder Zoobesuch ec.

Jeder Mensch hat das Recht, zuweilen auch die Pflicht, "Nein" zu sagen, ganz ohne Begründung
"Ich bin nicht dazu da, um die Wünsche der anderen zu erfüllen.
Der Andere ist nicht dazu da, um meine Wünsche zu erfüllen.
Wir sollten uns jedoch unsere Wünsche wissen lassen.
Welche meiner Wünsche der Andere wann und wie, wenn überhaupt, erfüllt, bleibt allein seine freie Entscheidung.
Welche Wünsche des Anderen ich wann und wie, wenn überhaupt, erfülle, bleibt allein meine freie Entscheidung."
(aus einem E-Mail vom Klinikseelsorger Br. Klaus Schäfer an mich)

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