Ethik im Gesundheitswesen
Ethik im Gesundheitswesen
So traurig und menschenverachtend das Gedankengut der Ewiggestrigen auch ist: An der Hochschule Neubrandenburg fand vom 11. bis 13. September 2008 ein bundesweiter Kongress zum Thema ''Ethik im Gesundheitswesen'' statt. (aus dem unten weitergeleiteten E-Mail)Der in der Beschreibung zum Thema gemachte Blickwinkel fließt auch heute noch in der einen oder anderen Weise in dem Umgang mit Frauen und ihrem im Mutterleib verstorbenen Kindern ein, insbesondere, wenn die Mütter ihr Kind nicht anzunehmen bereit sind (Kindertod durch Schwangerschaftsabbruch, Pille (danach) - oder wenn die Frauen sich dafür entscheiden, behinderte Kinder auszutragen - und diese selben Frauen nicht bereit sind, ihr behindertes Kind vor der Gesellschaft zu verstecken.
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Gesendet: Montag, 24. September 2007 10:09
An: office@sonnenstrahl.org
Betreff: Lichtblick-Newsletter Nr. 211 vom 24.09.2007
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Lichtblick-Newsletter Nr. 211 vom 24.09.2007
Nachrichten aus Psychiatrie & Selbsthilfe (naps)
ISSN 1619-1927 (Deutsche Nationalbibliothek)
www.lichtblick-newsletter.de
T H E M E N
1. Öffentliche BApK-Tagung in der Charité Berlin
2. Tagung: "Depression, Familie und Selbsthilfe" in Bonn
3. Kongress ''Ethik im Gesundheitswesen'' in Neubrandenburg
4. Kripo untersucht Drohung an Wismarer "Factory"
5. Standpunkt - Die Bedrohung trifft uns alle!
6. Festival "Kunst ist verrückt" in Leipzig
7. Lesung: "Kältere Schichten der Nacht"
8. "Ver-rückte Filmwoche" in Göttingen
9. Klinik-Lotse unter Aufsicht des BMG
10. Lichtblick Surftipp
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[ 1 ] Öffentliche BApK-Tagung in der Charité Berlin
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(naps/rh). Die Charité Berlin ist am 13. Oktober Veranstaltungsort der öffentlichen BApK-Tagung "Selbsthilfe und seelische Gesundheit".
- Dazu erklärte die Vorsitzende Eva Straub: "Wir wenden uns mit diesem Werkstatt-Tag an alle, die Selbsthilfe machen in der Psychiatrie, also an unsere Landesverbände und darüber hinaus an alle kleineren Gruppen der Angehörigen-, Familien- und Betroffenen-Selbsthilfe in der Psychiatrie." Dabei geht es um
Gemeinsamkeiten und Vernetzung, um Ressourcen und gemeinsame Ziele.
Auch über Trennendes soll gesprochen werden.
Anmeldeformular und Programmflyer
www.psychiatrie.de/familienselbsthilfe
Zusätzliche Informationen
"Berliner Woche der Seelischen Gesundheit"
www.aktionswoche.seelischegesundheit.net
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[ 2 ] Tagung: "Depression, Familie und Selbsthilfe" in Bonn
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Veranstalter: Familien-Selbsthilfe Psychiatrie und
Bündnis gegen Depression, Bonn/Rhein-Sieg
Einladung zur Tagung am Samstag, 10. November 2007
11:00 bis 14:30 Uhr in den Rheinischen Kliniken Bonn
Selbsthilfe - gegenseitige Unterstützung, Erfahrungsaustausch und voneinander Lernen - das ist von Anbeginn an das Herzstück der Angehörigenbewegung, wie sie sich in der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie entwickelt hat. Selbsthilfegruppen gibt es inzwischen in allen Regionen Deutschlands und dies hat - auch - die psychiatrische
Landschaft verändert. Waren es in der Gründungsphase vorwiegend Angehörige schizophren erkrankter Menschen, suchen in der letzten Zeit zunehmend auch Familien mit einem depressiv Erkrankten Rat und Hilfe in den Gruppen und den Beratungsangeboten der Selbsthilfe.
Eine erfreuliche Entwicklung, doch wir erleben vor Ort, z.B. in den regionalen Bündnissen gegen Depression, auch Betroffene – Angehörige wie Erkrankte - die aufgrund der Erkrankung die Möglichkeiten der Selbsthilfe eher skeptisch sehen. Für sie stellt sich die Frage, wie sie im Austausch mit Gleichgesinnten ihre Kompetenz aus eigener Erfahrung für sich und andere nutzen können.
Deshalb wollen wir mit dieser Veranstaltung eine erste Gelegenheit geben, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu diskutieren, wie die Selbsthilfe für und mit depressiv Erkrankten und ihren Familien entwickelt und gestärkt werden kann.
Veranstaltungsort: Rheinische Kliniken Bonn, Haus 10,
Kaiser-Karl-Ring 20, 53111 Bonn.
Organisatorisches und Anmeldeformular
www.psychiatrie.de/familienselbsthilfe/
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[ 3 ] Kongress ''Ethik im Gesundheitswesen'' in Neubrandenburg
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An der Hochschule Neubrandenburg findet vom 11. bis 13. September
2008 ein bundesweiter Kongress zum Thema ''Ethik im Gesundheitswesen'' statt.
Die Folgen nationalsozialistischer Gesundheitspolitik wirken sich nach wie vor auf die ethische Debatte im heutigen Gesundheitswesen aus. Mit Unterstützung und in Kooperation verschiedener Einrichtungen und Institutionen bereiten der Verein für die Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse e.V., der Politische Memoriale e.V. Mecklenburg-Vorpommern sowie die Hochschule Neubrandenburg diesen Kongress bis zum September im nächsten Jahr vor, um geschichtliche, medizinethische und gesundheitspolitisch relevante Forschung zu den Themenkreisen Rassenpolitik und Eugenik zusammenzuführen. Wenn auch Fragen der Zwangssterilisation und ihrer Folgen sowie der Euthanasie im Dritten Reich eine besondere Rolle spielen werden, so soll doch auch die sozialmedizinische und sozialpolitische Bedeutung moderner Genetik und Eugenik Beachtung finden. Der Kongress richtet sich in erster Linie an ein Fachpublikum aus Medizin, Pflege, Geschichte, Ethik und Theologie, steht aber allen Interessierten offen.
Ein Satellitenprogramm ist in Vorbereitung.
Von 1935 bis 1942 wurde in der Führerschule der Deutschen Ärzteschaft Alt Rehse die Ärzte, die Funktionsträger der NSDAP waren, sowie Jungärzte, Ärztinnen, Hebammen und Apotheker in ein- bis dreiwöchigen Seminaren mit den Grundlagen der Erbbiologie und der Rassenhygiene vertraut gemacht und im Sinne nationalsozialistischen Gedankengutes geschult. Alt Rehse ist ein historischer Ort, dessen Bedeutung niemals in Vergessenheit geraten sollte. Das Dorf ist heute ein attraktiver Touristen-Anziehungspunkt am Ufer des Tollensesees in Mecklenburg Vorpommern ca. 15 km südwestlich von Neubrandenburg.
Aufgrund der schwierigen Quellenlage ist die Bedeutung der Führerschule der Deutschen Ärzteschaft Alt Rehse für die Ideologie des Dritten Reiches bisher jedoch nur bruchstückhaft erforscht.
Dieser Aufgabe widmet sich vor allem der Verein für die Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse e.V. Im Rahmen einer ständigen Ausstellung sind die bisherigen Ergebnisse für die Erinnerungs- und Bildungsarbeit der Öffentlichkeit
zugänglich gemacht. In den letzten drei Jahren wurden überdies drei Diplomarbeiten von Studierenden der Hochschule Neubrandenburg angefertigt, die in der Hochschulbibliothek zur Verfügung stehen. In Zusammenarbeit mit dem Verein für die Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse e.V. und der staatlich anerkannten Weiterbildungseinrichtung Politische Memoriale e. V. Mecklenburg-Vorpommern wurde eine Reihe von Veranstaltungen geplant und durchgeführt. In den Alt Rehser Seminaren als öffentliches Podium werden in vertiefter Weise Hintergründe und Folgen der nationalsozialistischen Rassenpolitik wie auch Auswirkungen in der Gegenwart bearbeitet.
Im Februar 2007 haben die Hochschule Neubrandenburg und der Verein für die Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse e.V. die Kooperation auf dem Gebiet der Ethik im Gesundheitswesen vereinbart. In enger Zusammenarbeit wollen Hochschule und Verein die Geschichte der ehemaligen Führerschule der deutschen Ärzteschaft in Alt Rehse wissenschaftlich fundiert aufarbeiten und den Bezug zur heutigen Zeit herstellen.
Folgende Institutionen kooperieren derzeit bei der Vorbereitung des Kongresses: Verein für die Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse e.V., Politische Memoriale e.V. Mecklenburg-Vorpommern, Hochschule Neubrandenburg
Anmeldungen für Referate und die Zusendung von Vortragsabstracts sind ab sofort bis zum 15.11.2007 möglich. Die Vorträge werden im Anschluss an den Kongress als Sammelband veröffentlicht.
KONTAKT
Anja Peters, Dipl.-Pflegewirtin (FH), Hochschule Neubrandenburg,
Brodaer Straße 2, 17033 Neubrandenburg, Tel: (03 95) 56 93-4 39,
Fax: (03 95) 56 93-4 97, Mail: ethikkongress(at)hs-nb.de
Dr. Rainer Stommer, EBB Alt Rehse e.V., Gutshaus 1, 17217 Alt Rehse,
Tel: (0 39 62) 22 11 23, Mail: ebbsaltrehse(at)tiscali.de
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[ 4 ] Kripo untersucht Drohung an Wismarer "Factory"
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(naps/rh). "Wir werden euch alle töten ..." Mit diesem Schriftzug an einem Eingang der Wismarer Behindertenwerkstatt "Factory" ist am Montagmorgen das eintreffende Personal konfrontiert worden. Einigen stand die Verunsicherung ins Gesicht geschrieben. In der ersten Aufregung verletzte sich eine Frau. Sie stürzte im Eingangsbereich in ein etwa 50 cm tiefes Loch. Denn dort fehlte die Abdeckung. Mit
dieser demolierten die Täter eine Scheibe. Die Betroffene musste ärztlich behandelt werden. Sie ist arbeitsunfähig.
Der Geschäftsführer der Wismarer Werkstätten GmbH, Hartmut Bunge, bestätigte auf Anfrage der Ostsee-Zeitung (OZ) die Sachbeschädigung:
"Das ist eine schlimme Sache. Wir beruhigen unsere Mitarbeiter in dieser unangenehmen Situation und haben die Polizei eingeschaltet." Nachdem der Vorfall bekannt wurde, hätten die Werkstätten Anzeige gegen Unbekannt erstattet und den Schriftzug vom Windfang entfernt, berichtet die OZ weiter.
Zudem habe der Geschäftsführer am gestrigen Morgen den Anruf bekommen, dass nachts wieder eine Scheibe eingeschlagen worden ist. Laut OZ-Bericht bearbeitet die Wismarer Kriminalpolizei den Fall:
"Der zuständige Beamte weiß aus Erfahrung, dass solche Dinge nachts passieren und deshalb kaum mit Zeugen zu rechnen sei, die Hinweise auf Täter geben können. Von der Brisanz sei der Vorfall bedenklich. Auf jeden Fall werde die Kriminalpolizei noch einmal mit der Geschäftsführung der Wismarer Werkstätten sprechen, um eventuell Hinweise auf die Täter zu bekommen."
www.lichtblick-newsletter.de/ticker2579_07.html
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[ 5 ] Standpunkt - Die Bedrohung trifft uns alle!
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In der Ostseezeitung vom 19. September 2007 steht ein kleiner Artikel auf Seite 13 rechts unten «Kripo untersucht Drohung an 'Factory'» in Wismar. Am Windfang zur Werkstatteingangstür mussten bereits am Montagmorgen Mitarbeiter/innen und Beschäftigte lesen: "Wir werden euch alle töten". (Quelle: OZ- Lokalseite - Wismarer
Zeitung - vom 19.09.07)
Kein Aufschrei, kein Entsetzen, kein Einhalten – das Tagesgeschäft geht in Wismar weiter, als wäre nichts passiert.
In Deutschland muss man solche Worte sehr ernst nehmen, denn im Dritten Reich wurden behinderte und psychisch kranke Menschen auch erst bedroht und in Vorpommern wurde die Drohung zuerst in die Tat umgesetzt. Auf Befehl, des damaligen Gauleiters Schwede-Coburg, wurde im November 1939 die Provinzial - Heil- und Pflegeanstalt Stralsund für die weitere Nutzung als SS-Kaserne geräumt. Bis zu 1.500 Patienten wurden in Richtung Osten abtransportiert und sie wurden alle in den Wäldern von Piasnitz durch ein SS-Kommando erschossen.
Der ABiMV e.V. wird, nicht nur mit Blick auf die deutsche Geschichte, die demokratische Gesellschaft mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften verteidigen, sondern auch mit ALLEN demokratischen Kräften im Lande zusammenstehen, damit Menschen in unserer Gesellschaft nicht wieder bedroht werden und um ihr Leben Angst haben müssen.
In diesen Tagen stehe ich mit ganzem Herzen an der Seite der Menschen, die in der "Factory" der Wismarer Werkstätten GmbH leben und arbeiten.
P. Braun, am 20.09.07
Dazu weitere Informationen:
www.abimv.de/cms/wm-cms,,298.html
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[ 6 ] Festival "Kunst ist verrückt" in Leipzig
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Wie verrückt ist die Kunst? Wie kreativ ist die Psychiatrie? Vom 24. bis 28. September unternimmt der Verein Durchblick e.V. mit seinem 13. Festival "Kunst ist verrückt" eine neuerliche Annäherung an das Viel zitierte Wechselspiel zwischen Kunst und Verrücktheit, Kreativität und Psychiatrie. Das Festival bietet ein Programm mit sechs Veranstaltungen der unterschiedlichsten Genre mit prominenten Künstlern wie Konstantin Wecker, mit interessanten Neu-Entdeckungen aus dem Umfeld der Psychiatrie und Bekanntem aus der Literatur ("Elling") und Filmgeschichte ("Freaks").
Zum Festivalauftakt, heute am 24.9.2007, liest in der Moritzbastei, Universitätsstraße 9, um 20.30 Uhr Konstantin Wecker aus seinem Buch "Die Kunst des Scheiterns. Tausend unmögliche Wege, das Glück zu finden" (Piper, 2007). Der Musiker, Liedermacher, Komponist und Autor erzählt in seiner Autobiographie von der ewigen Suche nach dem Paradies. Es ist "die Geschichte einer Verwandlung, eine Meditation über die Lektionen des Lebens, eine Anleitung in der Kunst des Scheiterns."
Zu der Veranstaltung "Psychiatrie literarisch" am 25.9. lesen die in der Psychiatrieszene bekannten Berliner Autoren Ilse Eichenbrenner und Peter Mannsdorff erstmals gemeinsam. Im anschließenden Gespräch wird es um die Psychiatrie als literarischen Stoff und die unterschiedlichen Perspektiven der Autoren auf dieses Thema gehen.
Mit einer umfassenden Ausstellung präsentiert sich die "durch blick galerie" im Sozialgericht Leipzig. Unter dem Titel "Kunstgerecht" stellt die Leipziger Galerie auf drei Etagen Arbeiten von Künstlern aus dem Umfeld der Psychiatrie aus. Die Ausstellungseröffnung findet am 26.9. um 18.00 Uhr statt. Um 20.30 Uhr läuft im Sächsischen Psychiatriemuseum der Film "Der Pannwitzblick", Regie Didi Danquart,
ein analytischer Montagefilm mit einer ungewöhnlichen Sprache, mit ungewöhnlichen Bildern über ein ungewöhnliches Thema: die Aussonderung von geistig und körperlich behinderten Menschen.
"Elling", der Film über eine skurrile Psycho-WG und dem schrulligen Elling, der zum Osloer Undergroundpoeten wird, ist Kult. Auf den Erfolgsromanen von Ingvar Ambjornsen basiert auch das Hörspiel "Elling schreibt", das 2004 vom MDR produziert wurde und beim Audio-Verlag als Hörbuch erschienen ist. Am 27.9. wird das Hörspiel in der Moritzbastei aufgeführt. "Elling schreibt" ist ein Roadmovie zum Hören, eine beschwingte Frühlingsreise, die fröhlich macht. (MDR - Figaro 19.04.2004)
Der Film "Freaks", 1932 von Dracula-Regisseur Tod Browning gedreht, wurde lange Zeit als Gruselfilm missverstanden und in England sogar jahrzehntelang verboten. Die Geschichte spielt im Zirkusmilieu, wo der Liliputaner Hans und andere "Missgeburten" in einer sog. Freakshow auftreten. Der Einsatz von behinderten Darstellern stieß seinerzeit auf Ablehnung bei Kritikern und Publikum und bedeutete für Browning das Karriereende. Dabei verkörpern in diesem bemerkenswerten Film gerade die Ausgestoßenen und "Monster" die menschlichen Werte gegenüber der Dummheit und Arroganz der Normalen und Schönen. Zur Einführung spricht Thomas R. Müller, Sächsisches Psychiatriemuseum.
Festivalprogramm "Kunst ist verrückt"
www.kunst-ist-verrueckt.de
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[ 7 ] Lesung: "Kältere Schichten der Nacht"
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Die Autorin Antje Rávic Strubel erzählt die Geschichte von zwei Frauen, die in Schweden vorsichtig zueinander finden und versuchen, ihr bisheriges Leben, ihre Identität hinter sich zu lassen, aus alten Lebensentwürfen und festgelegten Strukturen auszubrechen. Sie lehnen sich gegen Konventionen auf und provozieren dadurch den Widerstand ihrer Mitmenschen. Das Irren, der doppelte Boden und die
Angst, von den Projektionen eines anderen besetzt zu werden, spielen die Hauptrollen in diesem packenden Roman.
Antje Rávic Strubel wurde 1974 in Potsdam geboren und wuchs in Ludwigsfelde auf. 1994 begann sie das Studium der Amerikanistik, Psychologie, Literaturwissenschaften an der Universität Potsdam und an der New York University. Heute lebt und arbeitet sie in Brieselang und Potsdam, als Schriftstellerin und Journalistin. Sie erhielt 2001 den Ernst-Willner-Preis, 2003 den Kritikerpreis für Literatur und 2005 den Marburger Literaturpreis. Mit "Kältere Schichten der Luft" war sie für den Preis der Leipziger Buchmesse 2007 nominiert.
Lesung am Dienstag, 23. Oktober 2007, 19.30 Uhr, VIA e.V.
Berlin-Brandenburg, Schönhauser Allee 175, 10119 Berlin, Eintritt: 5 Euro. Um Anmeldung wird gebeten: Yvonne Drogla, Tel.: 030 - 44 354 813, E-Mail: y.drogla(at)via-berlin.de
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[ 8 ] "Ver-rückte Filmwoche" in Göttingen
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In Kooperation mit dem Landeskrankenhaus Göttingen (zukünftig: Asklepios Fachklinikum Göttingen) präsentiert die SpV-AG Initiative Göttinger Psychose-Seminar vier Dokumentarfilmabende. Anschließend besteht jeweils die Möglichkeit zur Diskussion. Der Besuch aller Veranstaltungen ist kostenlos!
Zeit: Jeweils ab 19.30 Uhr Raum: Großer Seminarraum, Sozialzentrum, Landeskrankenhaus Göttingen.
Termine und Filme: 22.10.2007 (Montag), DIE POLE DES SATURN - BIPOLAR (2006) - Leben zwischen Manie und Depression. In dieser Doku-Collage von Nicole Plinz und Oliver Hermann berichten drei Betroffene und eine Angehörige von Höhenflügen und Abgründen, und vom langsamen Weg zurück in den Alltag. - 23.10. 2007 (Dienstag) RAUM 4070 (2006), Psychose-Seminar-Dokumentation. "Kann man ein Psychose-Seminar verfilmen wie einen Roman? Man kann!" (Ilse Eichenbrenner). "Wir sind in einem Raum, in dem sich Menschen Erlebnisse erzählen, über die man gewöhnlich nicht spricht. Es geht um Angst und Einsamkeit, aber auch um den Lebensmut, psychische Krankheiten und Krisen zu bewältigen." Jana Kalms und Torsten Striegnitz, die Filmemacher. (Protagonisten sind zur Diskussion angefragt.) - 24.10.2007 (Mittwoch), DER KOBOLD in der Höhle (M. T. Schulz, M. Kempkens, O. Schnier, 2004). Ein bisschen anders als die Anderen. "Antonio lebt im Dreikönigenhaus, einem Wohnheim für Menschen mit psychischer Erkrankung in Köln. Der Film zeigt seinen Alltag, seine Lebens- und Wohnwelt - unkommentiert und aus seinerPerspektive." - 25.10.2007 (Donnerstag), PSYCHOSEN VERSTEHEN (J. Kalms und T. Striegnitz, 2006). Ein Lehrfilm aus dem Psychose-Seminar Potsdam. Der Film skizziert Psychose-Seminare als "Lernorte" für psychoseerkrankte Menschen, Angehörige, Familien, Studierende und psychiatrische Fachkräfte. Tiefgang garantiert! (Protagonisten sind zur Diskussion angefragt.)
Initiative Göttinger Psychose-Seminar, eine AG des Sozialpsychiatrischen Verbundes Göttingen www.goest.de/psychoseseminar.htm
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[ 9 ] Klinik-Lotse unter Aufsicht des BMG
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Die Krankenhaus-Suchmaschine Klinik-Lotse.de stellt wesentliche Informationen aus den Qualitätsberichten der über 2000 zugelassenen Krankenhäuser in übersichtlicher Form dar. Die Qualitätsberichte enthalten die Struktur- und Leistungsdaten der Krankenhäuser sowie Angaben zur Qualitätssicherung. Komfortable Suchfunktionen ermöglichen Vergleichsmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Einrichtungen.
Entwickelt wurde der virtuelle Kliniklotse vom Verband der Angestellten-Krankenkassen/Arbeiter-Ersatzkassen-Verband (VdAK/AEV). Das Portal wird vom Bundesgesundheitsministerium beaufsichtigt. In die Datenbank von Klinik-Lotse.de fließen die Qualitätsberichte ein, zu deren Erstellung alle Krankenhäuser seit 2004 gesetzlich verpflichtet sind.
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[ 10 ] Lichtblick Surftipp
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::: "Ohne Arbeit komme ich mir so sinnlos vor"
www.bad-vilbeler-events.de/Article8720.html
::: Wettbewerb "Balsam für die Seele"
www.lichtblick-newsletter.de/balsam_a.html
::: Psychisch-Kranken-Gesetz
de.wikipedia.org/wiki/Psychisch-Kranken-Gesetz
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IMPRESSUM
Lichtblick-Newsletter: Nachrichten aus Psychiatrie und Selbsthilfe (naps)
Hg: Familien-Selbsthilfe Psychiatrie Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V. (LApK MV e.V.)
Henrik-Ibsen-Str. 20, 18106 Rostock, Tel./Fax 0381 - 72 20 25
Redaktion: Roland Hartig (ViSdP), Ulrike Schob, Charlotte Rose,
Thomas Greve, E-Mail: redaktion@lichtblick-newsletter.de