Sondermüll: Fehl- & Totgeburten

Manche Blumen blühen nur für ein paar Tage von allen bewundert und geliebt als Zeichen der Hoffnung und des Frühlings. Trauersprüche ec finden sie in der Schleifendruckerei Schuster www.schleifendruckerei.de

Wenn während ihrer Schwangerschaft, Geburt und kurz danach verstorbene Kinder im Auftrag deutscher Gesundheitsämter beerdigt wurden oder ihrer zumindest Erinnert wird - dem entsprechende Gedenk- und Begräbnisstätten wurden von mir dokumentiert. siehe auch http://www.beepworld.de/members69/verwaist-hinterbliebenen-info/. Ohne die Unterstüzung von zahlreichen Usern/ mitfühlenden Freunden wird meine Dokumentation immer ein Stückwerk bleiben.

Was kam jemand weiß:

Die KEG hat jahrelang die während der Geburt, Schwangerschaft und kurz danach verstorbenen Kinder in Berlin - Spandau entsorgt. Dazu hatte KEG selbst eine Anlage entwickelt. Das war kostengünstiger als die Sondermüllverbrennung. Die Fehl- und Totgeburten kamen hier wieder zusammen - mit verseuchtem Klinbikmüll, z.B. mit infektiösem Abfall von Gelbsucht bis Aids. Auf diese Weise wurden zwischen 1981 und Ende des letzten Jahres (2002?) auch die Tod- und Fehlgeburten entsorgt.

O - Ton Stefan Drauschke (KEG Sonderabfall - Entsorgungsgesellschaft): "Das ist eine Druckbehandlung mit indirekter Beheizung und Dampf. Das Materiál wird auf Druck und Hitze gefahren, zerfällt dabei, wird sterilisiert. Wird anschließend getrocknet und der Rückstand ist dabb ein ascheähnliches Granulat, das wie Hausmüll weiter entsorgt werden kann." Menschen - Granulat. Erkennbar sind nur noch die Plastikrückstände - etwa vom Leichensack.

Keine Skrupel?

O - Ton Stefan Drauschke (KEG Sonderabfall - Entsorgungsgesellschaft): "Ich denke, das würde ich auch als Vater sagen können, ist sicherlich der richtigere Weg, diese Stoffe, diese Föten, diese Frühgeburten - auch wenn Sie nach dem Personenstandsgesetz noch nicht als Person juristisch betrachtet werden - wie Personen zu beerdigen. Das heißt: hier Klinikintern eine bessere Trennung vorzunehmen, wäre sicherlich sinnvoll.

Und warum haben Sie als Entsorger keine Tennung vorgenommen? O - Ton Stefan Drauschke (KEG Sonderabfall - Entsorgungsgesellschaft: "Das wäre ein Weg, den man gehen könnte. Den wir auch mal vorgeschlagen haben, vor einiger Zeit ...und das ist auch schon wiederr viele Jahre her. Dieser Weg ist aus Kostengründen nicht weiter verfolgt worden.

Kostengründe? Bei den Kliniken? Bei den Bestattern? Bei den Müllentsorgern?

Das Granulat, das in Sondermüllverbrennungsanlagen ec. anfällt lande im Hausmüll, z.B. der Berliner Stadtreinigung. Ein willkommener Brandbeschleuniger für die Hausmüllverbrennung.

Die Schlacke verkauft der Betreiber - u.a. als Material für den Strassenbau, zur Deponieabdeckung ec.,

Das Berliner Gesetz sagt: Leibesfrüchte (= still geborene Kinder, unabhängig wie sie den Mutterleib verlassen haben), die nicht bestattet werden, seien nach sittlichem Empfinden zu beseitigen. 

Doch die oberste Aufsichtsbehörde gibt sich Ahnungslos.

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