Kinderleiche wurde beigelegt
Zahlreiche Angehörigen von verstorbenen Kindern wissen nicht, ob die Leiche ihres Kindes grundsätzlich auf einem Friedhof beerdigt wurde.
Viele Angehörige - wenn Sie nicht selbst rechtsverbindlich einen Beerdigung vom Leichnam ihres Familienangehörigen in Auftrag gaben - wissen nicht in welcher Form die Leiche ihres Kindes beigesetzt wurde. Zur Auswahl stehen folgende Formen:
- kremiert und einem Sammelbegräbnis/Gemeinschaftsgrab zugeführt.
- als Klinikmüll ge- und behandelt
- beerdigt in einem Einzelgrab
- beigelegt
Fabio wurde beigelegt.
Was genau heißt das? fragen sich viele User.
Ich will es versuchen zu erklären.
- Es stirbt ein Erwachsener Mensch, und kein Angehöriger gibt den Auftrag zu einer Beerdigung dieses verstorbenen Familienangehörigen.
- der Verstorbene hatte keine Bestattunsgvorsorge getroffen
- die Versicherung die Bestattungsvorsorge betreffend erfährt nicht rechtzeitig, das der Versichungsnehmer verstorben ist
Dann tritt - sicherlich nicht nur Österreichweit - das zuständige Gesetz in Kraft, demzufolge das zuständige Gesundheitsamt den Auftrag zu Bestattung erteilt. Diesem mit dem Baby familiär nicht verbundenen Leichnam - der aus vershenen nur annähernd im gleichen zeitraum zu beerdigung freigegeben wurde - werden Kinderleichen* beigelegt, wenn die Angehörigen binnen Frist keinen Bestattungsauftrag erteilt haben, wenn die Angehörigen in Kliniken falsch informiert wurden z.B. im Sinne von "wir kümmern uns um die Beerdigung ihres Kindes und sie kümmern sich erst einmal darum, selbst wieder auf die Beine zu kommen."
* besonders gerne werden Kinderleichen mit einem Leichengewicht von unter 500 Gramm jemand wildfremden beigelegt. Die Angehörigen des verstorbenen Kindes erfahren nur dem Friedhof, auf dem Ihr Kind liegt, aber offiziell nicht das Grab, in dem ihr Kind liegt. Die Angehörigen haben damit kein Grab, an dem Sie ihre Trauer auch ausleben dürfen.
Weil man weiß, wie wichtig es ist, die Trauer ausleben zu dürfen, darum setzen sich zunehmend mehr Menschen ein im Sinne der Aktion "Allen Menschen ein Grab"
es gibt allerdings auch eine von Angehörigen gestaltete = gewünschte Beilegungsform, wie es diese von uns betreute Familie erlebte.
