Fasten

Fasten in großen Religionen

Das Wort Fasten ist verwandt mit dem Wort "fest", "festhalten". Es bedeutet ursprünglich die Beachtung ritueller Vorschriften. Dem engsten Wortsinn nach ist in der Religionsgeschichte mit den Begriff "Fasten" die Enthaltsamkeit von bestimmten Nahrungsmitteln und Getränken - oder der vollkommen Versicht darauf gemeint. Diese Abstinenz kann ein einzelner oder eine ganze Gruppe einhalten und sie zu bestimmten Zeiten oder auch andauern befolgen.

Minderjährige Kinder, Schwangere und kranke Menschen sind davon immer ausgenommen, denn die eigene Gesundheit bzw. die Gesundheit des ungeborenen Kindes darf zu keinem Zeitpunkt in Gefahr einer Unterversorgung stehen!

Ziel einer Enthaltung kann Abwehr schädlicher Substanzen, aber auch das Gewinnen von Kraft enthalten. Ziel kann sein, Herr zu werden über den eigenen Körper.

In manchen religionen dient die Zeit des Fastens auch der Buße und der Heiligung. Der Mensch soll frei werden von körperlich und seelsich spürbaren Ballast. Andere werden durch Fasten frei für Gebete und dem empfanegn von Antworten (Visionen, ec.)

Fasten dient für manchen Menschen auch zur Vorbereitung auf besondere rituelle Handlungen, wie Taufe (eines Erwachsenen), Hochzeit oder den Genuß heiliger Speisen.

Das Fasten, also der zeitweilige Verzicht auf Getränke und Speisen las kulturgeschichtliches Phänomen hat zwei Merkmale:

- feststehende Zeit

- feststehenede Absichten bzw. Ziele

In vielen Religionen wird z.B. vor dem Erntedankfest gefastet. In den Kulturen mancher Indianerstämme, bei manchen Festen der Griechen und Römer (so im Kult der Demeter) sowie bei Feiern zu Frühlingsbeginn. Im Norden Europas als auch in China wird gerne gefasten zu Beginn einer Sonnenwende.

Bekannt ist das Fasten auch aus Trauer über den Tod eines Verwandten, so z.B. bei den nordamerikanischen Indianern, bei den Maori auf Neuseeland oder den Ägyptern zur Verehrung des verstorbenen Pharao.

Zum Todestag des Buddha fasten die Buddhisten Tibets ebenso wie die Chinesen zur Totenverehrung.

Auch Fasten für einen Tag ist in manchen reliogionen Brauch:

Buddha hat die Fastenfeier der Monatshälfte auch für die Laien unter seinen Anhängern vorgeschrieben.

Das Judentum kennt dieses Tagesfasten z.B. a, Iom Kippur (dem Versöhnungstag), der Islam während des Tages im Monat Ramadan.

Fasten im Judentum

Fasten am Iom Kippur

  • Dauer 24 Stunden
  • Prüfung des Lebensweges
  • Rechenschaft vor sich selbst und Gott

Fasten am 9. Aw

  • Erinnerung an die Zerstörung des 2. Tempels 70 n. Christi
  • Zerstreuung der Juden in alle Welt

Fasten am Passah:

  • besonderes Fasten für die Erstgeborenen

Fasten im Islam

Ramadan - Fasten

  • keine moralischen oder gesetzlichen Verfehlungen begehen
  • tagsüber kein leiblicher Genuss (Keine Speisen, keine Getränke und kein Sex)
  • feiern ab Einbruch der Dunkelheit

Während ihrer Schwangerschaft ist die Frau vom Fasten im Fastenmonat Ramadan ausgenommen. Die versäumte Zeit kann sie im Anschluss nachholen oder aber durch Almosengeben ausgleichen. Da während des Fastenmonats in der Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder Essen noch Trinken erlaubt sind, müssen Schwangere, Stillende, Kranke, ältere Menschen sowie Kinder bis zu Beginn der Pubertät nicht daran teilnehmen.

Fasten im Hinduismus

  • Ideal der Askese
  • Yoga = Selbstzucht von Körper, Seele und Geist mit dem Ziel: Eins werden mit Gott

Fasten mit Buddhismus

  • Ideal des klösterlichen lebens
  • Armut, Ehelosigkeit, Friedfertigkeit
  • vegetarisches Leben
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