bibl. Sicht: Arzt und Gott
Jesus Sirach 38: 1 - 23 aus dem Buch Die Bibel: Altes und Neues Testament. Einheitsübersetzung
- Schätze den Arzt, weil man ihn braucht, denn auch ihn hat Gott erschaffen.
- Von Gott hat der Arzt die Weisheit, vom König empfängt er Geschenke.
- Das Wissen des Arztes erhöht sein haupt, bei Fürsten hat er Zutritt.
- Gott bringt aus der Erde Heilmittel hervor, der Einsichtige verschmähe sie nicht.
- Wurde nicht durch ein Holz das Wasser süß, so dass Gottes Macht sich zeigte?
- Er gab dem Menschen Einsicht, um sich durch seine Wunderkräfte zu verherrlichen.
- Durch Mittel beruhig der Arzt den Schmerz, ebenso bereitet der Salbenmischer die Arznei,
- damit Gottes Werke nicht aufhören und die Hilfe nicht von der Erde verschwindet.
- Mein Sohn, bei Krankheit säume nicht, bete zu Gott, denn er macht gesund.
- Lass ab von Bösen, mach deine Hände rechtschaffen, reinige dein herz von allen Sünden!
- Bring den beruhigenden Duft eines Gedenkopfers dar, mach die Gabe fett, wenn dein Vermögen es erlaubt.
- Doch auch dem Arzt gewähre Zutritt! Er soll nicht fern bleiben, denn auch er ist notwendig.
- Zu gegebeneer Zeit liegt in seiner Hand der Erfolg, denn auch er betet zu Gott,
- er möge ihm die Untersuchung gelingen lassen und die Heilung zur erhaltung des Lebens.
- Wer gegen seinen Schöpfer sündigt, muss die Hilfe eiens Arztes in Anspruch nehmen.
- Mein Sohn, u8m den Toten lass Tränen fließen, trauere und stimm das Klagelied an!
- Bestatte seinen Leib, wie es ihm zusteht, verbirg dich nicht bei seinem Hinscheiden!
- Sei betrübt, mein Sohn, und überlass dich heftiger Klage, halt die Trauer ein, wie es ihm gebürhrt.
- Einen Tag oder zwei, der Nachrede wegen, dann tröste dich über den Kummer hinweg!
- Aus Kummer entsteht Unheil, denn ein trauriges Herz bricht die Kraft.
- Schlimmer als der Tod ist dauernder Kummer, ein leidvolles Leben ist ein Fluch für ein Herz.
- Lenke deinen Sinn nicht mehr auf den Toten, lass von der Erinnerung an ihn ab und denk an die Zukunft!
- Denk nicht mehr an ihn, denn es gibt für ihn keine Hoffnung. Was kannst Du ihm nützen? Dir aber schadest du.
- Denk daran, dass seine Bestimmung auch deine Bestimmung ist: Gestern er und heute du.
- Wie der Tote ruht, ruhe auch die Erinnerung an ihn, tröste Dich, wenn sein Leben erloschen ist.
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