Wir sollten gemeinsam viele Zeichen der Liebe setzen
betrifft: Pro-Life-Information am 29. November 2010 www.jugend-fuer-das-leben.at
meine Reaktion auf PLI 29.11.10
Von: Gunnhild Fenia Tegenthoff <fenia@sternenkind.info>
An: office(at)youthforlife.net
Kopie: Aktion Leben Österreich <info(at)aktionleben.at>
Betreff: Re: PLI 29.11.10 Datum: 2010-11-30 12:20:46
ich verstehe das Verhalten von Youthforlife (Jugend für das Leben: www.jugend-fuer-das-leben.at) nicht wirklich:
einerseits behauptet Youthforlife (Angaben zu Folge) 100% für die Würdigung eines Kindes von Zeugung an zu sein .....
Youthforlife verlangt von Frauen, das diese in jedem Fall ihr empfangenes Kind austragen sollen (auch wenn das Kind zu keinem Zeitpunkt seines Lebens selbsterhaltungsfähig wird, auch dann, wenn das Kind an einer lebensverkürzende und mit einem Leben außerhalb des Mutterleibes unverträglichen Fehlbildung leidet - wobei das betroffene Kind keinen Leidensdruck hat, solange dieses Kind im abgeschotteten, geschützten Raum lebt. Niemand ist grausamer als Kinder: längstens ab dem Besuch eines Kindergarten, Schule wird das Leben eine behinderten Kindes nicht sehr lustig, sondern es wird ein Leidensdruck aufgebaut. Behinderte Kinder können sich schlecht abgrenzen, selbst sich nicht verteidigen und können nicht 24 Stunden am Tag beaufsichtigt werden (auch Eltern müssen mal aufs WC - oder Berufstätig sein, denn Kinder kosten viel Geld, erst recht, wenn Sie behindert zur Welt kamen) Kostenfrei = ehrenamtlich arbeitet außerhalb der eigenen Familie heute keiner mehr, erst Recht nicht, wenn es um Betreuung von versorgungsintensiven Familienmitglieder geht ....
Youthforlife zwingt die Angehörigen lieber in die wirtschaftliche Armutsfalle, statt den Angehörigen die Entscheidung offen zu lassen, ob die Eltern zukünftig Eltern eines Toten oder lebenden Kindes sein wollen.
Die Aktion Leben stellt das Kind um seiner selbst Willen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit und verweist Angehörige von Kindern, die während der Schwangerschaft, Geburt oder kurz danach voraussichtlich sterben werden an unseren Sternenkindernotdienst http://sternenkindernotdienst.sternenkind.info , denn es in unterschiedlichen Formen in zunehmend mehr Ländern in Europa gibt. Fakt ist, das in Europa noch lange nicht alle (durch Ärzte greifbaren) Leibesfrüchte (wie still geborene Kinder im Bestattungsrecht genannt werden) und Leichen (wie außerhalb des Mutterleibes verstorbene Menschen heißen) einer Totenbeschau (=Grundlage, damit ein Bestatter arbeiten kann) bzw. einem Begräbnis zugeführt werden.
Damit zeigt die Aktion Leben Österreich, das Sie inhaltlich wirklich zu 100% voller Liebe und Mitgefühl auf der Seite der Kinder und der dazugehörenden Angehörigen ist!
Wichtige Info noch am Rande: Das zuständige Sozialamt (Wien MA 40) darf nicht nur die Begräbnisse im Auftrag des zuständigen Gesundheitsamtes (Wien MA 15) übernehmen = Angehörige mit einem geringen Einkommen dürfen vorrangig vor der MA 15 eine einfache Beerdigung ihres verstorbenen Familienmitgliedes in Auftrag geben, der Bestatter kann mit der MA 40 verrechnen. Ausführliche Information findet der User unter http://ma40.sternenkind.info
Weil Angehörige, aber auch Sozialämter über teurer Bestattungskosten - selbst bei einfachen Begräbnissen - sich aufregen: Das Begräbnisse im Auftrag der Angehörigen so teuer sind, hängt z.B. in Wien damit zusammen, das die Verwaltung der Wiener Friedhöfe bislang auf keinem der knapp 60 von Ihnen betreuten Friedhöfe 1/2 Erwachsengräber anbietet!
1/2 Erwachsenengräber = Kindergräber gibt es seit 2008 auf dem islamischen Friedhof in 1230 Wien, ....
unter http://offene-briefe.sonnenstrahl.org/ ist zu diesem Thema mein Brief an Jürgen Sild von der Bestattung Wien veröffentlicht.
Es wäre schön im Sinne der Liebe gemeinsame Aktionen zu setzen, die das Kind von seiner Zeugung weg zum Mittelpunkt haben.
Der Verein Sonnenstrahl ist auch Veranstalter einer
jährlich sich wiederholenden Gedenkfeier am 2. Sonntag im Dezember für Angehörige und mitfühlende Freunde verstorbener Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener
Ort 12.12.2010: Wiener Zentralfriedhof, Tor 3, Halle 3,
Zeit: 15 - 17 Uhr
Eintritt: frei
Wir freuen uns kultur- & religionsunabhängig auf das Kommen von Angehörigen und mitfühlenden Freunden!
Unsere Einladung können Sie für Ihre Kunden selbst auf A4 ausdrucken oder folgenden Link an Interessierte senden: http://sonnenstrahl.org/uploads/media/Einladung-Gedenkfeier.pdf
Sie haben keinen Drucker? Wir sollen für Sie auf weißen oder farbigen Papier ausdrucken? schreiben Sie uns z.B. die gewünschte Stückzahl und wohin wir per Post senden sollen.
weitere Informationen finden Sie unter:
http://worldwide_candle_lighting.sternenkind.info/
Setzen Sie jährlich wiederkehrend ein Zeichen und kommen auch Sie zur unsere Gedenkfeier, denn wir gedenken nicht nur grundsätzlich der verstorbenen Kinder, sondern wir verabschieden uns stellvertretend als auch zeitgleich auch von jenen verstorbenen Kindern, die im Auftrag der MA 15 begraben wurden! Nach Ablauf der Mindestruhezeit (Wien: dzt 10 Jahre) werden soziale Begräbnisse (in der Gruppe 35b am Wiener Zentralfriedhof an der Oberfläche) geräumt und anschließend neu mit dem verstorbenen Kind einer anderen Familie neu belegt.
Ausnahme: folgendes gilt nur für Totgeburten = still geborene Kinder über 500 Gramm und für Leichen (außerhalb des Mutterleibes verstorbene Kinder bis 110 cm, denn die max Sarggröße ist bis 120 cm in 1/2 Erwachsenengräber erlaubt). Nach einem Begräbnis im Auftrag der MA 15 in der Gruppe 35b haben die Angehörigen während der Mindestruhezeit die Chance, die Verlegung der Sterblichen Überreste ihres verstorbenen Kindes zu veranlassen. Dazu müssen die Angehörigen wissen, wann und wo ihr verstorbenes Kind beerdigt wurde ....
Klinikintern erfahren die Angehörigen oftmals inhaltlich nicht stimmige Informationen über den letzten Weg ihres Kindes. (siehe http://sternenkindernotdienst.sternenkind.info )
Mit freundlichen Grüßen
Gunnhild Fenia