Atomstrom im Wiener Gemeindebau

Danke für Ihre Kenntnisnahme des unten stehenden Mails, da ich Mieterin einer Gemeindebauwohnung bin, bitte ich dringend darum meinen Namen nicht zu erwähnen. aber ich finde es schrecklich, ohne mein Wollen der Atomlobby so ohnmächtig ausgeliefert zu sein.

Persönlich beziehe ich meinen Strom beim Verbund...und ich weiß nicht, warum das Großunternehmer wie den Zuständigen beim Wiener Gemeindebau grundsätzlich nicht auch möglich sein soll. Verbund wirbt damit das der Strombezug bei Ihm billiger ist, ein Umstand, den ich bestätigen kann, denn ich war früher bei Wien Energie.

Und nebenbei kommt der Verbundstrom - lt. Firmenaussage - aus Wasserkraft und aus Solar.... und der Verbundstrom würde den Ausbau von Kollektoren aktuell sogar wirtschaftlich unterstützen!

Daher kann ich nicht glauben, das es den Mietern der Wiener Gemeindebauten wirtschaftlich es nichts bringen soll, das die Bauten in Zukunft von Verbund versorgt werden mit Strom und - Zusatznutzen - wenn alle Dächer der Wiener Gemeindebauten mit Solar ausgestattet werden ... z.B. in Verbindung der Tatsache von Neubauten oder ausgiebigen Renovierung. Und der Bau, in dem Ich wohne soll renoviert werden... ohne die Renovierung für Solarenergie nutzen zu wollen!

Traurig: die Gemeinde Wien hat aus Tschernobyl und Fukoshima nichts gelernt. Oder die Atomlobby steckt auch in den Gemeindebauten.... bitte helfen Sie mit, Licht ins Dunkel zu bringen. danke!

Verein Sonnenstrahl: diesem Wunsch kommen wir gerne nach, in dem wir auch das folgende Mail 1:1 veröffentlichen, denn wir alle müssen wegkommen vom Atomstrom. Sofort.

Von: Grieger Franz <franz.grieger@wien.gv.at>
An: Mieter von Wiener Gemeindebauten
Betreff: Jetzt mit Förderung Sonnenstrom nutzen!
Datum: Fri, 8 Apr 2011 09:02:43 +0200

Sehr geehrte MieterIn einer Gemeindebauwohnung in Wien!

Vorerst ersuche ich um Nachsicht für die Dauer der Beantwortung Ihrer Mail vom 10. März 2011. Nach Rückfrage für das von Ihnen eingebrachte Anliegen bei mit diesen Thema befassten Experten kann ich Ihnen folgendes mitteilen: Grundsätzlich hat Wiener Wohnen, so wie auch die gesamte Stadtverwaltung, großes Interesse die Vorteile von Alternativenergie zu nützen und den Anteil dieser Energie am Gesamtverbrauch zu erhöhen. Wiener Wohnen ist aber auch allen MieterInnen gegenüber verpflichtet die wirtschaftlichen Belange zu berücksichtigen. Diesbezüglich wurde auch von Wiener Wohnen bereits Projekte für Photovoltaikanlagen ausgearbeitet. Leider wurden diese Projekte aus wirtschaftlichen Gründen nicht verwirklicht. Das Verhältnis der Errichtungskosten zu den zu erwarteten Erlösen aus Einspeisung und Fördermitteln war nicht vertretbar. Da unsere Wohnhausanlagen den Strom aus dem Netz von Wien Energie beziehen, kann die Netzeinspeisung auch nur an Wien Energie erfolgen. Auch wurde von der Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (OeMAG) bekanntgegeben, dass das Kontingent für die Förderung von Photovoltaikanlagen und für andere Ökostromanlagen für die nächsten Jahre erschöpft ist. ( siehe Homepage der OeMAG)

Für die Sanierung Ihrer Wohnhausanlage sind die Planungen durch das ausführende Architekturbüro bereits abgeschlossen. Wobei besonders Bedacht auf energiesparende Maßnahmen (z.B. Außenwandwärmedämmung, Dämmung der obersten Geschoßdecke...) gelegt wurde. Die Sanierung befindet sich bereits in der Ausschreibungsphase und der Baubeginn ist noch für 2011 geplant.

Dass in Zukunft die Alternativenergie, sowie energiesparende Maßnahmen, ein immer größere Rolle einnehmen soll und muss ist auch Wiener Wohnen ein Anliegen und wird auch bei den Projektplanungen berücksichtigt. Wobei in der Zukunft der technische Fortschritt für das Verhältnis der Kosten-Nutzen-Rechnung sicher positive Auswirkungen haben wird und auch die Ausführung derartiger Projekt möglich ist. Auch im Sinne der Wirtschaftlichkeit.

Mit freundlichen Grüßen!

Ing. Franz Grieger

WW-Bausanierungsmanagement Teamleiter 4 Kl. 74341

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