an Gesundheitsminister Alois Stöger
Wien, 12. 8.2011
Sehr geehrter Herr Gesundheitsminister Alois Stöger
können Sie mir vielleicht folgende Frage beantworten: wohin kommen in Wien die Leibesfrüchte, wenn sie keinem Begräbnis zugeführt werden?
Mich freut es sehr, das die Abtreibungsdebatte neu entflammt ist. Ich befürworte das Angebot in Kliniken, wobei ich selbst einen Schwangerschaftsabbruch in einer Klinik durch einen Belegearzt in Linz, OÖ 1976 erlebt habe. was mich gestört hat, war die Erfahrung, das meine Leibesfrucht in der Müllverbrennungsanlege Linz Asten gelandet ist, ohne das ich zuvor daraüber aufgeklärt worden bin, das mir vorrangig zugestanden wäre, das ich mein Ende der 16. Schwangerschaftswochen verstorbenes Mädchen hätte Beerdigen können.
das Wort Fehlgeburt hat 3 unterscheidliche Bedeutungen:
1. Aus Sicht der Laien werden mit dem Begriff "Fehlgeburt" ausnahmslos alle Kinder gemeint, die während ihrer Schwangerschaft, Geburt und kurz danach starben, ohne dass das Kind jemals - versicherungstechnisch gesehen - lebend das Krankenhaus verlassen hat. Ohne dass das Kind zu seinen Lebzeiten seine Geburtsurkunde bzw. Sozialversicherungsnummer bekommen hat.
2. Aus Sicht der Medizin handelt es sich bei Fehlgeburten um Kinder, die durch die Mutter geboren wurden, ohne das es zu einem chirugischen = Medizinischen Eingriff durch einen Arzt kam.
<cite></cite>3. Aus Sicht des Bestattungsrechtes gibt es Leibesfrüchte (im Mutterleib verstorben) und Leichen (ausserhalb des Mutterleibes verstorben). Aus Gründen der unterschiedlichen Dokumentation am Standesamt werden (in D & A Gewichtabhängig, in der Schweiz auf Grund der Größe) Leibesfrüchte in Östereich unterteilt in unter 500 Gramm (Fehlgeburt) und über 500 Gramm (Totgeburt), mit weitreichenden Unterschieden - z.B. bei Begräbnissen im Auftrag des Wiener Gesundheitsamtes, das sich mit der Kremierung ausschließlich an der röm. kath. Kirche sich orientiert hat. (Keine Unterstellung, wurde mir gegenüber u.a. durch Mag. Wagner/Luegerkirche & Mag. Elisabeth Widensky bestätigt.)
Durch die Bestattung Wien beerdigt kann die Verabschiedung und der Termin des Begräbnisses auf http://www.bestattungwien.at/ abgerufen werden.
Begräbnistermin und Ort kann mit Namen des Verstorbenen auf http://www.friedhoefewien.at/ online abgerufen werden.
Die meisten Schwangerschaften werden vor dem 6. Schwangerschaftsmonat abgebrochen. Da die Kinder auf Grund ihres Schwangerschaftsabbruchs tot den Mutterleib verlassen, handelt es sich um Leibesfrüchte. Weil unter 500 Gramm schwer sind es laut Wiener Bestattungsrecht Fehlgeburten. Frauen, die den Abbruch einer Schwangerschaft hinter sich haben, können der Familien, Freunden Bekannten sagen, das sie ein Fehlgeburt hatten.
Laut Wiener Bestattungsrecht sind Fehlgeburten alle still = totgeborenen Kinder unter 500 Gramm, unabhängig von der Begründung, warum sie den Mutterleib haben verlassen müssen.
Von der Feuerhalle Wien Simmering http://www.krematoriumwien.at/ habe ich folgende Zahlen für Begräbnisse von Fehlgeburten im Auftrag des Wiener Gesundheitsamtes: 2001: 166 Fehlgeburten, 2002: 229 Fehlgeburten, 2003: 214 Fehlgeburten, 2004: 189 Fehlgeburten, 2005: 245 Fehlgeburten, 2006: 205 Fehlgeburten, 2007: 96 Fehlgeburten, 2008: 236 Fehlgeburten, 2009: 215 Fehlgeburten, 2010: 237 Fehlgeburten, 2011: 128 Fehlgeburten.
Was denken Sie: werden alle anderen in Wien anfallenden Fehlgeburten im Auftrag der Angehörigen beerdigt? Ich denke nicht. Im Gegenteil: ich befürchte, das Mediziner am Schwangerschaftsabbruch selbst als auch an der Vermarktung von Fehl- und Totgeburten verdienen (statt diese respektvoll einem Begräbnis zuzuführen) - oder warum werden so wenig Fehlgeburten beerdigt?
übrigens: Fehlgeburten werden mit dem Namen der Mutter und ihrer Sozialversicherungsnummer dokumentiert, berichtet u.a. Herr Vikenscher von der Feuerhalle Wien Simmering.
und mit genau dieser Registration wird mit der MA40 jedes einzelne Begräbnis einer Fehlgeburt verrechnet - unabhängig davon, ob das Begräbnis im Auftrag der Angehörigen oder im Auftrag des Wiener Gesundheitsamtes angeregt wurde, denn der Verstorbene hat selbst die Kosten für ein einfaches Begräbnis zu bezahlen.
Beide Auftragsgeber (Angehörige als auch die MA 15) können eine (Wien: MA 40) fremd finanzierte Beerdigung anregen, also z.B. eine Beerdigung auf Kosten des für den Verstorbenen zuständigen Sozialamtes, denn der Verstorbene ist gesetzlich dazu verpflichtet, selbst für sein Begräbnis wirtschaftlich aufzukommen. Diese Rechtssprechung gilt auch für minderjährig Verstorbene als auch für Kinder, welche wärend ihrer Schwangerschaft, Geburt oder kurz danach - im oder außerhalb des Mutterleibes - starben - bestätigte 2010 der unabhängige Verwaltungsgerichtshof Wien.
2003 erfolgt in D ein großer Aufschrei, weil im Mutterleib verstorbene Kinder im Strassenbelag und in Lärmschutzwänden gefunden wurden.
Veid.de :
www.sonnenstrahl.org/sonnenstrahl/sternenkindinfo/schlachtfeld-weiblicher-unterleib/veidde/
Berliner SHG Regenborgen
http://www.sonnenstrahl.org/sonnenstrahl/sternenkindinfo/schlachtfeld-weiblicher-unterleib/berliner-shg-regenborgen/
Sondermüll: Fehl- & Totgeburten
http://www.sonnenstrahl.org/sonnenstrahl/sternenkindinfo/schlachtfeld-weiblicher-unterleib/sondermuell-fehl-totgeburten/
O - Töne von Ärzten
http://www.sonnenstrahl.org/sonnenstrahl/sternenkindinfo/schlachtfeld-weiblicher-unterleib/o-toene-von-aerzten/
Report Mainz
http://www.sonnenstrahl.org/sonnenstrahl/sternenkindinfo/schlachtfeld-weiblicher-unterleib/report-mainz/
Am 20.1.2003 wird bekannt, das die Aktion allen Menschen ein Grab am 28.12.2002 entstanden ist, gegründet von Br. Klaus Schäfer SAC, einem röm. kath. Klinikseelsorger aus Karlsruhe. Alles, was ich mit seinem Namen in Verbindung bringen konnte habe ich auf http://klaus-schaefer.sternenkind.info sichtbargemacht.
„Der Weg des Herzens ist der Weg des Mutes“.
wirklich wichtige gute Bausteine für eine anschließend leichte Trauer wird in der Zeit vor dem Begräbnis gelegt. Wo immer es möglich ist, lasst die Angehörigen den Sarg bemalen, das kann schon in Kliniken mit dem Sarg aus weißen Karton geschehen, zu finden bei http://www.kartonfritze.de/Foetensarg.html Nicht entweder Leichensack oder Fötensarg aus Karton, sondern Fötensarg aus Karton (1 Euro für die Seele der Angehörigen) und das ganze in den Leichensack (für das Herz der Bestatter)
Bert Hellinger ist bekannt für seine Erkenntnisse über die Ordnung der Liebe in Familiensystemen, die ich auszugsweise online veröffentlich habe, indem ich Teile eines seiner Bücher abschrieb und korrigierte, was aus meiner Sicht zu korrigieren war (Im Buch hatte er geschrieben, das die Trauer um ein Kind auf Grund eines Schwangerschaftsabbruches eine andere sei, das hier dieses Kind in Familiensystemen nicht gewürdigt, nicht erwähnt werden müsse. ein Blödsinn! Bert Hellinger war bereit, dazuzulernen, siehe http://ordnungen-der-liebe.sternenkind.info in der Ordnung gestorben heißt zuerst starb die Generation der Urgroßeltern, dann die Großeltern, dann die Eltern und zuletzt das Kind.
Fand durch den Tod eine Generationsumkehrung statt, beginnt ein anderer, ein weiter reichender , tiefer gehender Trauerprozeß statt ...
In der Lombardei hat ein Mann früh begriffen, das Kinder, welche während ihrer Schwangerschaft, Geburt und kurz danach starben eine zusätzliche Einnahmequelle für Ärzte sein können, welche gerne Schwangerschaftsabbrüche durchführen und hat daher ein seit 31.1.2007 gültiges Gesetz geschaffen, in dem es ausdrücklich zur Pflicht wurde, verstorbene Kinder, welche in Verbindung mit einem Schwangerschaftsabbruch den Mutterleib verlassen haben, das diese einzeln zu erfassen und in jedem Fall einem Begräbnis zuzuführen sind.
vergleichbares wäre schön für Wien.
Hier ist die Startseite vom DSM-V, das ist da Klassifikationssystem für Psychologen: www.dsm5.org/Pages/Default.aspx
und hier die Änderungen im Bezug auf Trauer www.dsm5.org/proposedrevision/pages/proposedrevision.aspx;
Das letzte Wort hat die Liebe
„Ein Volk wird daran gemessen, wie es seine Toten bestattet“, postulierte Perikles 430 Jahre vor Christus.