wann entsteht PTBS

Jeder von uns erlebt, das etwas zu Ende geht: eine Partnerschaft, die eigene Gesundheit, das Leben eines Familienmitgliedes oder guten Freundes ec.

So ein Traumatisches Geschehen kann für sich alleine stehen oder eingebettet sein in eine Gewalttat, etwa in einen Unfall, ein Umweltereignis, oder in Verbindung stehen mit einem medizinischen Eingriff, etwa, wenn eine bestehende (an sich gewünschte) Schwangerschaft beendet wird ec.

Die Ankündigung oder Umsetzung eines solchen Erlebnisses kann der Beginn einer Schockphase sein. In dieser Phase ist häufig z.B. der Tag- und Nachtrythmus umgedreht, die Betroffenen versprüren kaum/ keinen Hunger oder Durst. Als Eltern können sich die Erwachsenen nur sehr rudimentär um die im Familienverband befindlichen Kinder oder Partner oder pflegebedürftige Familienmitglieder sich kümmern, denn die von einer Schockphase betroffenen werden selbst wieder zum Kind. Heilend wirkt, Traumatisierte entsprechend zu versorgen (Ihnen die Wäsche zu waschen/Bügeln (wenn im Haushalt es so üblich ist!), Geschrirrspüler aus- und einzu räumen, gekochtes Essen vor die Türe stellen, Müll aus der Wohnung zur Tonne bringen usw. Warme, wohlriechende Wannebäder bei gedämpften Licht (z.B. Kerzenschein) tun in dieser Zeit besonders der Seele gut, denn sie erinnern an die schöne Zeit, als der Betroffene selbst noch geborgen im Schoß der Mutter verweilte und sich selbst um nichts sorgen musste, sondern von anderen versorgt wurde. 

Zwischen zwei bis vier Wochen kann diese Schockphase andauern. Rational betrachten funktionieren die Betroffenen "Normal". Gefühle werden entweder komplett zurückgenommen (Betroffene wirken apathisch, erstarren Innerlich, entwickeln einen Röhrenblick) andere werden agressiv (gegen sich selbst und andere. Körperlich fordernde Arbeit, etwa ein Beet umgraben oder Holzhacken an der frischen Luft tut jenen gut), wieder andere Betäuben sich mit Betäubenden Produkten und entwickelt Suchtverhalten. Mittel der Wahl können sein: Medikamente, Alkohol, Drogen, Arbeit, selbst zerstörende Verhaltensmuster z.B. in partnerschaftlichen und/ oder sexuellen Beziehungen. Andere werden bewußt wieder schwanger/ Zeugen bewußt wieder ein Kind, um erneut auch die neue Schwangerschaft abzubrechen. Andere hören sich Ohren- und Gefühlebetäubende (Denkmuster verändernde) laute Musik an oder es können Grundsteine für das Helfersyndrom oder eine in späteren Jahren sich entwickelnde Demenz angelegt werden. Im Vergleich zu der Zeit vor dem Begräbnis sind erste Verhaltensänderungen nach dem Begräbnis üblich.

Wer drei Monate nach dem Begräbnis immer noch massive Schlaf- und Konzentrationsstörungen aufweise, und/ oder über Übelkeit und Schwindel, Arbeitsunlust klage und/ oder das Erlebte immer wieder in einer Art Kopfkino erneut erlebt (und keine Veränderungen dabei erlebt), der läuft Gefahr, eine posttraumatische Belastungsstörung zu entwickeln. Besonders gefährdet für PTBS sind vor allem  jene Menschen, die schon einmal ein schlecht verarbeitetes Trauma wie zum Beispiel den Tod eines Angehörigen oder einen Unfall erlebt haben.

Aus Sicht von Fachleuten würden viele fachliche Hilfe benötigen, doch nur wenige erkennen das für sich selbst an und begeben sich z.B. aus Scham nicht in Behandlung. Hilfreiche Links: Rechte von Eltern & Kind Trauma- & Trauertherapeuten 

Sie befinden sich hier: