Gebärmutter
"Tempel des Kindes" wird das 8 cm kleine Hohlorgan im Chinesischen genannt: unsere Gebärmutter.
Arbeitskreis Ambulantes Operieren www.vaao.de
Myom - Embolisation: zB Klinikum Ingolstadt, Prof. Dierk Vorwerk, D 85049 Ingolstadt, Krumenauerstr. 25, Tel: 0049 841 8802800 Myom ist ein - in der Regel gutartiger - Muskelknoten, der wächst und wächst und dadurch auch auf verschiedene Organe und die Harnblase drücken kann. Viele Gebärmutter - Entfernungen könnten vermieden werden. In der Woman - Printausgabe Nr. 5 vom 3.3.2006 berichten zwei betroffene Frauen und Experten über den "Total - Eingriff". Wieder einmal wacht die 49 jährige Grazerin Renate M. schweißgebadet auf. Wie wohltuend es ist, auch nur eine einzige Nacht durchzuschlafen, weiß sie längst nicht mehr. Seit sie vor 11 Jahren von ihrem Gynäkologen zu ihrer Total - Operation überredet wurde. "Ich hatte damals Probleme mit meinem Rechten Eierstock. Der Arzt erklärte mir, dass es besser sei, wenn ich mir auch gleich den zweiten und die Gebärmutter rausschneiden lasse. Ich war doch erst 38 Jahre, deshalb wollte ich das noch nicht. Aber er hat mich regelrecht bedrängt, bis ich zustimmte. Heute weiß ich, dass es ein schwerer Fehler war!" Denn erst als es zu spät war und sie die schweren post operativen Folgen und unter dem künstlich hervorgerufenen Wechsel zu leiden hatte, erfuhr M. von einem anderen Frauenarzt, dass der massive Eingriff gar nicht notwendig gewesen wäre: "Das habe ich bis jetzt noch nicht verkraften können..." Weltweite medizinische Publikationn sollten uns Frauen zu denken geben. Demnach wären 70% aller Gebärmutter - Entfernungen (Hysterektomie) bei Frauen zwischen 30 und 48 Jahren nicht zwingend notwendig gewesen. In den USA werden jährlich 600.000 derartige Eingriffe vorgenommen. In Deutschland 120.000, in Österreich etwa 12.000 (also Pro Kopf in etwa gleich häufig). In 92% wegen gutartiger Veränderungen - davon sind die Myome die häufigte Ursache. Viele Kritiker der Radikalen OP´s gehen in Ihren Behauptungen sogar so weit, dass diese teuren Eingriffe in erster Linie nicht zum Wohle der Patienten, sondern zur Auffettung der Chirugischen Bankkonten gemacht würde .... Die Alternative wäre: "Den Uterus wegen eines Myoms zu entfernen ist in heuriger Zeit wirklich meist unnötig" so der Wiener Radiologe Prof. Siegfried Thurnher, 48. "Ich selbst arbeite seit 5 Jahren mit einer Methode, welche die Myome schrumpfen und schließlich ganz eintrocknen läßt." Der Mediziner hat bereits viele solcher sanften Eingriffe namens "Myomembolisation durchgeführt. "Diese Alternativmethode kommt aus den USA und Frankreich und wurde mittlerweile weltweit schon 44.000 mal erfolgreich angewendet. Sie erfolgt unter örtlicher Betäubung unter ständiger Röntgenkontrolle. Mit einem kleinen Stich in die Leiste wird ein dünner Plastikkatheder gezielt durch ein Blutgefäß in die Gebärmutter geführt. Dort werden die Myome mit Hilfe des Blutstroms mit gut verträglichen weizengrießgroßen Plastikkügelchen gefüllt. Diese kappen dem Gewächs die Blutzufuhr, das Myom stirbt ab. Schon 3 Tage nach dem Eingriff kann die Patientin die Klinik verlassen, nach einer Woche ist sie wieder arbeitsfähig. Bei einer Uterusentfernung wäre sie das erst nach 6 Wochen und mehr." Thurnher weiter: "Diese Eingriffe dürfen nur mit Radiologen aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung im Umgang mit Mikro - Kathedern durchführen. Deshalb gibt es ja auch immer wieder unstimmigkeiten zwischen unseren Fachgruppen. Denn die von Gynäkologen am meisten durchgeführte Operation ist und bleibt (vorerst) nun einmal die totale Uterus - Entfernung ..."
Auch Prof. Fritz Nagele, 46 - er arbeitet als Gynäkologe am Wiener AKH und in der Privatklinik Goldenes Kreuz - findet, dass in vielen Fällen ein Myom noch lange kein Grund ist, eine Gebärmutter herauszuschneiden: "Die Möglichkeit, nur das Myom zu entfernen, wird leider seltener Praktiziert." Sein kritischer Nachsatz: "Alle Ärzte wissen zwar, wie man eine Gebärmutter entfernt, doch nur wenige können Myome entfernen ..."
"Vor 4 Jahren ging es mir gar nicht so gut wie heute" erinnert sie die Biologieproffessorin G.H., 45, an die Zeit, als ihr Gynäkologe bereits den OP - Termin für ihre Gebärmutterentfernung in seinem Kalender notierte. "ich hatte zwar ein Myom, aber dass ich deswegen auch gleich meinen Uterus abgeben sollte, das ließ mich zweifeln." Und Sie tat, was sie noch heute glücklich macht. "Ich setzte mich vor´s Internet und begann nach Alternativen zu suchen. Bei meinen Recherchen wurde ich zuerst im französischen Netz fündig. Dort las ich das erste Mal von der 'Myomembolisation', die in Frankreich schon seit 15 Jahren praktiziert wird." Später kam H. durch mehrere Links auf die Innsbrucker Uniklinik, wo diese Methode ebenfalls seit Jahren durchgeführt wird. "Von dort landete ich dann bei der Publikation von Prof. Thurnher." Der war es dann auch, der die Burgenländerin vor der schweren Operation bewahrte. "Der Eingriff dauerte 15 Min. und teilweise habe ich sogar dabei zugesehen. Zwei Tage danach hatte ich zwar immer noch Schmerzen, aber anschließend fühlte ich mich pudelwohl. Diese Methode kann ich allen Frauen nur empfehlen!" Die Entfernung der Gebärmutter hat meist einen großen Einfluss auf die Sexualität und das Körpergefühl der Frau. Die Gesundheitspsychologin Julia Kashuber, 28, weiß das auch aus ihrer täglichen Praxis im Frauengesundheitszentrum Wien - Alsergrund: "Mit dem Uterus wird der Frau jenes Organ genommen, das es ihr ermöglicht, Kinder auszutragen und zu gebären. Viele Patientinnen fühlen sich dann nicht mehr als Frau, sondern leer und beschnitten." Es löst nicht selten ein schockirendes seelisches Gefühl der Entgültigkeit aus. Massive Auswirkungen auf die Einstellung zu ihrer Person können die Betroffene die Folge sein. "Sie stellen sich die Frage: Bin ich noch eine vollwertige Frau? Bin ich noch attraktiv und für das andere Geschlecht anziehend? Verändern sich meine Empfindungen beim Sex? Merkt mein Partner, dass hinter der Vagina nichts mehr ist? Blieb genügend davon erhalten, als dass mein Partner noch eindringen kann in mich wie gewohnt? Werde ich Schmerzen haben und wird meine Vagina noch genügend feucht? Kann ich trotzdem einen Orgasmus haben? Wie wird dieser sich nun anfühlen? Wird es anders sein?" Dazu die Psychologin: " Diese Fragen zeigen schon, dass erstens allumfassende Aufklärung und Informationen notwendig sind und zweitens - die Frau muß sehr bewußt mit ihrer Entscheidung und Trauer und dem Abschiednehmen von ihrer Fruchtbarkeit umgegen." Kastenhuber weiter: "Natürlich besteht die Gefahr, dass so eine Frau in Depressionen abrutscht - und viele verlieren die Lust am Sex .... R.M. ist nach der radikalen Operation durch die Hölle gegangen: "Ich fühlte mich schlecht, vertrug die künstlich zugeführten Hormone nicht, bekam eine Medikamentenallergie und ich verlor die Lust am Sex. Es gab keinen Arzt, der mich da seelisch unterstützte." Und es kam zur Trennung: "Mein langjähriger Lebensgefährte hatte zwar Anfangs viel Geduld mit mir, aber irgendwann sagte er mir, dass er lieber mit einer vollständigen Frau leben möchte. Er verließ mich. Das war eine krauenhafte Kränkung." Kurz darauf verlor Sie ihren Job. Der Teufelskreis war perfekt. Was die Grazerin bis heute zutiefst bereut: "Ich habe gegen mein Gefühl den Ärzten vertraut. Hätte ich besser auf mein Bauchgefühl gehört und hätte ich mich besser vorher informiert, wäre all das mir erspart geblieben. Mein Rat an all jene, die vor so einer wichtigen Entscheidung stehen: Frauen, wehrt euch und kämpft um euer Frausein!.." Weil ich insbesondere diese letzten Worte unterstreiche - habe aus diesem Grunde ich den durch Brigitte Hicker und Tatjana Duffek geschriebenen und recherhierten Artikel aus dem www.woman.at Team aufgenommen in das von mir betreute Onlinemagazin www.sonnenstrahl.org .
weitere Links:
http://sonnenstrahl_g.beepworld.de/gebaermutter.htm
http://sonnenstrahl_g.beepworld.de/gebaermutterentfernu.htm