Tschernobyl, Russland

Aus einem krone.at Bericht von Mark Perry und Christoph Matzl vom 20.3.2011:

Global 2000 Experte Jens Karg: "Bei Tschernobyl gelangten die extrem lang beständigen Todespartikel durch die Reaktoraxplosion in die Atmosphäre - zudem wurde in Tschernobyl das Plutonium nicht zersetzt und strahlt nun auf Zehntausende Jahre weiter ..."

Und noch ein Unterschied: Im russischen Katastrophenmeiler wurden ganze Landstriche radioaktiv verseucht. Gigantische Speerzonen mussten eingerichtet wereden. Obwohl dünn besiedelt - mußten 400.000 umgesiedelt werden. Abertausende Krebskranke belegen noch 25 Jahre nach dem Supergau die Apokalyptischen Folgen. Ungezählt sind auch jene Kinder, die dank Tschernobyl genverändert nicht lebend oder behindert zur Welt kamen.

Mehr als 4,5 Millionen Menschen in Weißrussland und der Ukraine wurden bislang als Opfer der Reaktorkathastrophe vom 26.4.1986 anerkannt. Doch die Zahl der Leidenen, der Siechenden als auch qualvoll sterbenden dürfte noch weitaus höher sein. Denn 3,9 Millionen Quardratkilometer Europas wurden nach diesem ersten wirklichen Supergau der Menscheit mit Cäsium 137 kontaminiert.

12.8.2010

die Wiener Kronenzeitung berichtet am 12.8.2010 auf Seite 6:

Feuer erreicht Tschernobyl - Behörde warnte gefärdete Bevölkerung nicht!

Moskau: Die heftigen Waldbrände in Russland lodern weiter. Wie sich jetzt herausgestellt hat, haben die Flammenwalzen bereits vor 6 Tagen die verseuchten Tschernobyl - Gebite erreicht. Allein im Umfeld der Stadt Brjansk wurden damals 28 Brände gezählt! Die Bevölkerung wurde aber nicht über die radioaktive Gefahr informiert, kritisieren Umweltschützer. Sie befürchten, dass die Waldbrände radioaktiv verseuchte Partikel aufwirbeln und verbreiten könnten.

7000 Helfer im Einsatz - Feuer in Portugal fordert drei Tote

Nicht nur in Russland, sondern auch in Portugal stehen Wälder in Flammen. Zwei Feuerwehrmänner und ein 8 - jähriges Kind kamen bislang ums Leben. Insgesamt sind mehr als 7000 Feuerwehrleute, Soldaten und freiwillige Helfer im Einsatz, um die Flammenwalze unter Kontrolle zu bringen. Besonders betroffen sind die drei Regionen Porto, Viseu und Braga in der Mitte und im Norden des Landes.

7.8.2010 - Tschernobyl

Russland fürchtet Übergreifen der Flammen auf das durch Tschernobyl - Unglück verseuchte Region:

Setzen die Waldbrände radioaktive Stoffe frei?

Moskau: Immer verheerendere Auswirkungen haben die Wald- und Torfbrände in Russland. Jetzt fürchtet das Katastrophenministerium in Moskau, die Flammen könnten auf die bei der Atomkatastrophe von Tschernobyl stark verseuchte Region Brjansk übergreifen. Im schlimmsten Fall würden erneut radioaktive Stoffe freigesetzt.

"Wenn dort ein feier ausbricht, könnte mit dem rauch radioaktive Partikel aufsteigen", so der zuständige Minister Sergej Schoigu. In der Folge könnten weitere Gebiete verstrahlt werden.

Im ganzen Land wüten weiter rund 7000 Brände, die nicht unter Kontrolle zu bringen sind. Oft fehlt es an geeigneter Ausrüstung am löschen.

Moskau liegt unter einer dichten Dunst- und Rauchwolke, der Verkauf von Atemmasken steig um 500% an. Ärzte warnen vor einer zehnfachen erhöhten Luftverschmutzung. Die Konzentration von Kohlenstoffdioxid habe ein Niveau erreicht, das auch für gesunde Menschen gefährlich sei. Die Geschäfte haben bereits Probleme, bei Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius Waren zu lagern. Abkühlung oder regen sind nicht in Sicht.

Wegen der Dürre und den Bränden will Russland vom 15. August an seine Weizentransporte stoppen. Diese Ankündigung hat zu einer weiteren Preisexplosion bei Weizen geführt. berichtet die Wiener Kronenzeitung www.krone.at in seiner Samstagausgabe vom 7.8.2010.

Tschernobyl - Folgen ohne Ende von Eva Rohrer www.krone.at vom 1.4.2006 Vor 20 Jahren brachte der Supergau Tod und Krankheit - auch fuer weitere Generationen. Ausser Kontrolle! DIe Welt ist geschockt, als sich am 26. April 1986 in der Ukraine der folgenschwerste Atomunfall der Geschichte in der so genannten friedlichen Nutzung der Kernenergie ereignet. Block 4 des Atommeilers Tschernobyl explodiert und brennt lichterloh. Zehn Tage (!) dauert es, bis der Brand geloescht werden kann. Eine strahlende Wolke breitet sich aus, ueber Skandinavien, weite Teile Mitteleuropas bis nach Nordamerika. Auch Oesterreich bleibt nicht verschont - Radioaktivitaet kennt keine Grenzen. Die 30 Kilometer Todeszone um Tschernobyl wird zum Spergebiet, etwa 135.000 Menschen werden evakuiert. So mancher wollte seine Heimat nicht verlassen. Wer wusste schon, das die Strahlung aus dem Atommeiler gefaehrlich ist? Man sieht sie nicht, riecht sie nicht, spuert sie nicht (gleich). Bis auf jene Menschen, die sich direkt im Gefahrenbereich aufhielten und die innerhalb kurzer Zeit einen grausamen Tod erlitten. Als zwei Wochen nach der Explosion Tausende verstrahlte Zugvoegel in Fnnland tot vom Himmel fielen, wurden die schaurigen Folgen auch in der Ferne sichtbar. Gesundheitliche Auswirkungen machen sich oft erst Jahre oder Jahrzehnte spaeter bemerkbar. Univ. Prof. Dr. Alois Kroiss, Nuklearmediziner an der Krankenanstalt Rudolfstiftung in Wien: "Wenn nukleare Strahlung Koerperzellen schaedigt und diese bei der Vermehrung veraenderte Informationen an Tochterzellen  weitergeben. Die Folgen koennen z.B. Krebs oder Missbildungen bei nachfolgenden Generationen sein. Besonders empfindlich auf atomare Strahlendosis reagieren Gehirn, Schilddruese, Lunge, Brust, Verdauungsorgane, Keimdruesen, Eierstoecke, Knochen." Laut Global 2000 www.global2000.at waren insgesamt etwa 800.000 Soldaten und Arbeiter ("Liquidatoren" nach dem Atomunfall an den Aufraeumungsarbeiten und dem Bau eines Schutzmantels um den Reaktor beteiligt und teilweise extrem hohen Belastungen ausgesetzt. In den darauffolgenden zehn Jahren starben 15.000 von Ihnen. 46.000 gelten bis heute als invalid. 73.000 Menschen sind es insgesamt allein in der Ukraine. "In den vegangenen 20 Jahren sind in der Ukraine Leukaemie und Schilddruesenkrebs sprunghaft angestiegen. Etwa ein Drittel der Neugeborenen ist krank. Ueber die genauen Ursachen gibt es widerspruechliche Meinungen, da insgesamt die gesundheitliche und soziale Lage vieler Menschen schlecht ist. Im Osten des Landes erkranken besonders viele Kinder und Jugendliche", berichtet Andreas Baur, Pressesprecher der Organisation Global 2000, die sich mit dem Projekt www.global2000.at/tschernobylkinder um Strahlenopfer kuemmert. Das Hauptproblem ist heute das so genannte Tschernobyl-Aids, eine weitverbreitete allgemeine Immunschwaeche bei Kindern, die schweren Krankheiten oft hilflos ausgesetzt sind, ganz abgesehen von den Folgen: Die Zahl von Tumoren, Atemwegleiden, Problemen mit dem Verdauungssystem, von Haut, Knochen, Muskeln und Missbildungen sind stark angestiegen. Allein die Diagnose beim 12 jaehrigen Andriy - sein Vater war 1986 Liquidator - ist erschuetternd: Fehlfunktion der Gallenwege, chronische Entzuendung der Gallenblase, Bauchspeicheldruesenentzuendung. "Die medizinische Versorgungsmoeglichkeiten sind teilweise katastrophal. Auch heilbare Krankheiten sind deshalb oft schwer behandelbar." so Silva Hermann, Antiatomsprecherin von Global 2000. "manchmal kann gar nicht genau festgestellt werden, welche Krankheit die Kinder haben "Weil Diagnosegeraete fehlen." Knapp ein Jahr nach dem Super - Gau wurden im damaligen West-Berlin, in Suedbayern, Schweden und Schottland eine Zunahme von Embryonen bzw geborenen Babys mit Mongolismus verzeichnet. Viele Aerzte hielten das nicht fuer Zufall. Besonders dort, wo es in den ersten Tagen und Wochen nach dem Unfall regnet, gelangen die radioaktiven Bestandteile auf Pflanzen und Boeden. Auch Oesterreich ist betroffen, besonders in Teilen Oberoesterreichs, Salzburg und des Waldviertels. Viele erinnern sich noch Sicherheitsregeln: Voruebergehend kein Freilandgemuese, keine Schaf- und Ziegenmilchprodukte essen, Kuehe mit Heu statt Gruenfutter versorgen, Kinder sollten intensiven Bodenkontakt meiden usw. Gesundheitliche Folgen wurden in Oesterreich nicht festgestellt, was kein Wunder ist, denn laut Global2000 gab es diesbezueglich keine Untersuchungen.*

Radioaktive Spuren sind 17 Jahre danach in ehemals stark betroffenen Gegenden noch immer nachweisbar, wie die Krone www.krone.at im Oktober 2002 berichtete. Caesium, das z.B. von Pilzen leicht gespeichert wird, wird uns noch einige hunderte Jahre lang erhalten bleiben.

Dass man die "nuklearen Geister, die man rief" schwer wieder los wird, zeigt auch die www.kone.at Meldung vom 30.9.2003: Geigerzaehler schlugen kraeftig aus, als Forscher der Universitaet Salzburg auf dem Gletscher des Stubacher Sonnblick unterwegs waren. Nach der Schneeschmelze des Rekordsommers traten radioaktive Ablagerungen zutage - sie stammen von Tschernobyl und Atomtests aus den 60er Jahren....

1986: Tschernobyl aus meiner Sicht

Während dem 1. Drittel meiner 5. Schwangerschaft kam 3 Tage Rückwirkend die Meldung, das am 26. April 1986 mit Tschernobyl ein Kernkraftwerk ....

ca 1000 km entfernt durften meine wie auch andere Kinder nicht mehr nach draußen auf den Spielplatz, vor allem nicht an den Tagen, da die Giftwolke über uns sich befinden würde. Als die Giftwolke unsichtbar daher kam - berichteten andere, das Sie auf der Haut etwas spüren würden. Gerochen und gespürt habe ich nichts. Und genau das macht die atomare Gefahr aus meiner Sicht noch gefährlicher, insbesondere wenn Befürworter und Betreiber nicht offen über das Reden, was in Ihrem Betrieb los ist. (wenn der Bau bzw die Inbetriebnahme nicht vermieden wird)

Das Essen aus dem eigenen Garten sowie die Ernte der Bauern durfte anschließend nicht in die Ernährungskette gelangen. Pilze Und Beeren aus dem Wald zu essen wurde auf Jahrzehnte hinweg zu verzehren als lebensgefährlich eingestuft.

Am 9. März 1987 gebar ich meinen Sohn Christopher Marvin in Oberösterreich - mit einem Herzfehler (verengte, verdrehte Herzspitze, dem zu Folge das Herz sich nicht  entfalten konnte. Beim trinken wirkte Christopher nach 2 - 3 Schluck so, als hätte er soeben eine körperliche Höchstleistung hinter sich gebracht. Zudem konnte er seine Temperatur nicht halten, obwohl er voll ausgetragen war). 

Hinter vorgehaltener Hand berichteten damals viele Frauen, das auffallend viele Kinder nach Tschernobyl mit einem Herzfehler geboren worden sind (Beschreibung oben) - doch Wissenschaftler als auch Mediziner getrauten sich nicht, offen eine Verbindung zu Tschernobyl herzustellen, Politiker und die Atomlobby gibt dafür kein Geld.

Leichter läßt sich medial über die Veränderungen in der Nähe = rund um Tschernobyl berichtet: Mutationen, Genetische Entartungen, Zunahme an Kindersterblichkeit, Zunahme an Krebs, Zunahme an unfruchtbaren Frauen und zeugungsunfähigen Männern ...

Private Organisation und Finanzierung macht es möglich: Selbst Jahrzehnte später werden noch jährlich Kinder aus der Region rund um Tschernobyl nach Westeuropa gebracht für eine medizinische (Krebs-) behandlung oder für Urlaub = um Kraft zu tanken.

Auch die Temperatur macht was aus: Die Witterung im März 1987 war in Oberösterreich verhältnismäßig frostig = kalt ...

Sie befinden sich hier: