Majak, Russland
1957 Majak, Russland
11.8.2010: Majak war 1957 Schauplatz der größten Atomkathastrophe vor Tschernobyl (1986) und gilt auch heute noch als der größte radioaktiv belastetet Ort und einer der gefährlichsten Gebiete der Welt. siehe z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Kerntechnische_Anlage_Majak
Laut Greenpeace ist die radioaktive Gefahr größer als bisher von den Behörden eingeräumt. Auf Satelitenfotos seien 20 Brände in radioaktiv verseuchten gebieten zu sehen.
Inzwischen kann man in St. Petersburg sowie in Estland und in Finnland die Torf- und Waldbrände von Russland riechen.
„Im Dezember 1957 kam es in der russischen Wiederaufbereitungsanlage Mayak zu einer Atomaren Katastrophe. 270.000 Menschen wurden vor Ort auf einen Schlag verseucht. Bis heute will man die Tragoedie Vertuschen. Tausende Menschen starben nach dem Nuklear - Unfall im Ural. 270.000 Leute haben „ueberlebt“. Ganze Doerfer und Staedte verschwanden von der Landkarte, ihre Bewohner wurden umgesiedelt. Ein riesiges Gebiet ist bis heute noch verseucht. Die radioaktiven Auswirkungen wurden bislang nur vom Super - Gau Tschernobyl uebertroffen.“ Fasst Greenpeacesprecher Matthias Schickhofer die erschuetternden Fakten zusammen. Jahre hindurch hat die russische Regierung das Atom Desaster totgeschwiegen. Noch immer ist ungeklaert, was im Dezember 1957 wirklich geschah. Fest steht: Die Wiederaufbereitungsanlage Mayak gehoert heute zu den groessten nuklearen Dreckschleudern der Welt. Jahr fuer Jahr werden Tonnen des radioaktiven Muells in den nahen Karachy See gepumpt. Unmengen an mittel- und niedrigstrahlendem fluessigen Atomunrat verseucht das Gewaesser. Mittlerweile ist der See so stark kontaminiert, dass bereits ein mehrstuendiger Aufenthalt am Ufer toedliche Folgen nach sich ziehen kann. Erst jetzt beginnen die Behoerden zaghaft aktiv zu werden: Ab 2008 soll das Einleiten der radioaktiven Gewaesser unterbunden werden. Unter bestimmten Auflagen hat die russische Atom aufsichtsbehoerde „Gosatomnadzor“ aber fuer weitere fuenf Jahre den Betrieb genehmigt. In Bashakul, 13 km von der Anlage Mayak entfernt, sind die Folgen heute 46 Jahre nach dem nuklearen Umglueck auf tragische Weise spuerbar: Kinder mit kombinierten, schweren genetischen Defekten werden gezeugt. Nicht alle werden lebend geboren. In den Spitaelern der Region registriert man ungewohnt viele verunstaltete Tot- und Missgeburten als sonst wo. Waehrend die Betroffenen eine monatlixhe Entschaedigung von 125 Rubel bekommen, scheffeln die Betreiber Millionen… Greenpease hat aufgedeckt, das die russische Regierung beabsichtigt, Atommuell und ausgediente Brennstaebe aus der ganzen Welt zu uebernehmen, um an Devisen zu kommen. Insbesondere soll der nukleare Abfall aus unseren Nachbarlaendern Tschechien (AKW Temelin und Dukovany), der Slowakei (AKW Mochovce und Bohunice) und aus dem ungarischen Meiler Paks uebernommen werden. Auf diese Art werden die genannten Pannenreaktoren die ja ueber keine eigenen Endlagerstaetten verfuegen weiterhin am Leben gehalten. Auch aus der Schweiz und anderen europaeischen Laendern soll Atommuell nach Mayak gebracht werden. Dass heißt: Die Zahl brandgefaehrlicher Nukleartransporte quer durch Europa wird explodieren! Die Umweltschuetzer Greenpeace kaempfen deshalb verstaerkt fuer ein atomfreies Europa: Sie fuehren vom 10. bis 17.6.03 ein Volksbegehren durch. „Zehn Jahre lang wurden in der EU keine Atomkraftwerke mehr gebaut. Der Rahmen fuer die Euratom Kredite war fast aufgebraucht. Selbst Deutschland beschloss den Ausstieg aus der Kernenergie. Doch mit der Energiekommissarin Loyola de Palacio wechselt Bruessel ploetzlich den Kurs. Jetzt droht der Neubau von bis zu 29 (!) Reaktoren. Auch der Fertigbau von osteuropaeischen AKW steht auf dem Plan, warnt Atomexperte Erwin Mayer. Weitere Infos unter www.greenpease.at