Journalismus
Gunnhild Fenia Tegenthoff ist seit 2000 die Obfrau des Verein Sonnenstrahl und seit 2003 ÖJC Mitglied.
In seiner jährlich wiederkehrenden Aussendung vom Sonntag, 3. Mai. 2009 - dem internationalen Tag der Pressefreiheit - warnt der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) einmal mehr vor den Tendenzen, das auch in Österreich die Pressefreiheit zunehmen mehr auszuhöhlen versucht wird. So wird die geplante "Vorratsdatenspeicherung" durch den österr. Staat als ein glatter Verstoß gegen den für den investigativen Journalismus dringend notwendigen Informantenschutz wahrgenommen.
Die Überlegungen, Journalisten künftig auch strafrechtlich für die von Ihnen fabrizierten Kunstwerke zur Verantwortung zu ziehen, birgt in sich die Kriminalisierung eines ganzen Berufsstandes, dessen wichtigster Auftrag u.a. die Information der Öffentlichkeit über entdeckte Unzulänglichkeiten mit seinen vielfältigen - und nicht immer positiven - Auswirkungen auf die Gesellschaft ist.
Die vielfältigen Versuche der Politik und Wirtschaft, mehr Einfluss auf Medienunternehmen und damit auf Journalisten geltend zu machen - etwa über das Instrument der bezahlte Anzeige oder die Einschränkungsversuche (einschränkende Änderungsversuche der Mediengesetzgebung, verzögerte Auszahlung von Presse- als auch Selbsthilfegruppenförderung ec.) zeigen auf, wer welche inhaltlich wirklichen Interessen vertritt, aber auch welche Mächte sich am Spiel beteiligen.
Unter dem Deckmantel der Bewältigung diverser Krisen und der zunehmend schwieriger werdenden weltpolitischen Situation versuchen die Staaten und ihre amtlichen Organisationen immer öfter, die Rechte der Journalisten zu beschneiden und kritische Berichterstattung zu unterbinden.
Doch die zunehmende Mobilwerdung der gesamten Bevölkerung quer durch alle Schichten mit Handy, Digicam, Internet verändert internetweit das Nachrichtengeschäft. Der viel zitierte Bürgerjournalismus rechtfertigt die Hoffnung, das über Koscheres (Lobenswertes, reines) genauso häufig und ehrlich berichtet wird wie über Wahrnehmungen, die einem "ein Klos im Hals hinterlassen", "keine schöne Optik bieten", ec.
Ich mag es, wenn Sie meine Gedanken hinterfragen: Mit serviceorientierten Konzepten und der praktischen Arbeit als professionelle Servicejournalistin sowie jenen Impulsen, welche vom Leser oder Leserin kommen, bemühen wir gemeinsam eine leserorientierte Arbeit anzubieten. So gilt es, vorhandenes sichtbar zu machen. Damit in Verbindung wird fehlerhaftes sichtbar. Diese Ungereimtheiten, Diskriminierungen ec. können in Einzelaktionen oder Gemeinschaftsschaftsaktionen z.B. angezeigt/ Behörden gegenüber aufgezeigt werden und so können gemeinsam Veränderungen in Gang gesetzt werden.
Analysen und Hintergrundinformationen kommen nach wie vor von Profis (Ärzte, Klinikseelsorger, Hebammen, Therapeuten, Journalisten, Wissenschaftler, ec.), doch die ersten Eindrücke liefert der "Laie" vor Ort, häufig mit nicht vorhersehbaren als auch vorher nicht abschätzbaren Folgen - denn z.B. Recht haben und Recht bekommen sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe.