Monika

Monika ist ein Kind, welches gegen Ende des zweiten Weltkrieges im Alter von 5 Jahren starb.

Die Mutter Margart(h)e Holzer geb. Oesterreicher, geb. 12.1.1922 berichtete kurz vor Ihrem eigenen Tod erstmals darüber, das Sie als junges Mädchen selbst verheiratet war, das Ehepaar eine gemeinsame Tochter mit dem Namen Monika hatten.

Über den Krieg, der Mutter und Kind immer wieder dazu zwang, in den Keller zu flüchten, um dem Bombenhagel zu überleben. Wie beschäftigt man ein knapp 5 jähriges Mädchen im Keller, das sich nicht bewußt ist, das sie - kriegsbedingt - in Lebensgefahr schwebte? Durch Märchen erzählen!

Und genau das konnte ein Mann sehr gut, welcher in der benachbarten Wohnung lebte, sofern er nicht auch im Keller Schutz suchte. Jedem war bekannt, das dieser Nachbar u.a. an offener Tuberkulose litt, und das man sich leicht daran anstecken konnte. Doch wie macht man diese Tatsachen einem knapp 5 jährigen Mädchen klar, das kriegsbedingt ohnehin Täglich in Lebensgefahr sich befand?

Die Mutter brachte es nicht wirklich zustande, ihrer Tochter den Umgang mit diesem Nachbarn zu verbieten - und der Vater war fern an der Front.

So kam, was kommen mußte: die Kleine steckte sich an und bekam ebenfalls offene Tuberkulose. Frau Holzer wurde dabei unterstützt, demzufolge die kleine Monika in einer Wiener Klinik aufgenommen und versorgt wurde - bis an ihr Lebensende.

So tragisch der Tod ihrer Tochter für die Mutter war, konnte Sie Zeit Ihres Lebens sich die Tatsache nicht verzeihen, das sie beim letzten Krankenbesuch ihre sterbende Tochter nicht mehr erkannt, sondern am Bett ihres Kindes vorbeigelaufen war. Damals lagen klinikintern nicht selten etwa 10 - 20 Kranke in einem Raum.

Vom Märchen erzählen im Keller bis zum Tod des Kindes waren etwa 10 Monate vergangen - und etwa 18 Monate nach dem Tod von Monika haben die Eltern sich scheiden lassen.

Ursache: der unterschiedliche Umgang mit der Trauer. Frau Holzer wirkte für den Rest Ihres Lebens versteinert. Ihrem eigenen Lebensende ging sie voller Furcht entgegen, denn die fürchtete sich vor der Begegnung mit ihrem Kind. Ob Ihre Monika ihr - der Mutter - Vorwürfe machen würde? Und Gott? Und Jesus?

Margarethe Holzer wurde mit Ihrer Tochter Monika am 9.12.2002 wieder vereint.

Allein die Liebe zählt

Im Augenblick des Todes begegnen wir Gott.
Wir schauen die vollkommene Liebe von Angesicht zu Angesicht.
In dieser Begegnung wird offenbar,
was in unserem Leben gut und liebevoll,
was unrecht und lieblos:
Am Abend unseres Lebens werden wir nach unserer Liebe gerichtet.

Joh 11, 25

Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, wird leben,
auch wenn er stirbt.
Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird nicht sterben in Ewigkeit.

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