Mein Vater lehrte mich

Die Worte "Plan deines Lebens" haben mich immer wieder berührt.

Mein Vater lehrte mich, das eine Violine unterschiedlich klingt, abhängig von der Größe der Geige, ob Darm- oder Stahlseiten aufgezogen waren, welche Holzart zum Bau einer Violine zur Anwendung kamen, unter welchen Witterungsbedigungen und wo das der Baum gewachsen war, ob die Pflanze und das Klima/ die erlebten Witterungsbedingungen sich gut oder weniger Gut vertrugen, wie der Mond zum Zeitpunkt des Pflanzens und Schlagens stand, wie Trocken das Holz zum Zeitpunkt des Schlagens und verarbeitens war, wie dick das Holz bei der fertigen Violine war, mit welchen Lacken die Violine veredelt worden ist, wie dick die Lackschichten geworden sind, wie liebe- als auch sorgsam mit einem Instrument die Menschen umgehen, wie man das Instrument lagert als auch behandelt.

Beispiel für Misshandlung eines Musikinstrumentes: eine Violine in der winderlichen Kälte transportiert und gleich im überheizten Raum gespielt ermordet jede Violine - vielleicht nicht gleich beim ersten Mal, aber bei vielfachen Fehlverhalten.

Ja - und dann kommt es noch auf jenen an, der das Instrument spielt: Mann oder eine Frau. Sanft, zart oder voller Wut, Zorn oder einfach sensibel oder eher grobklötzig. Von einem musikalisch veranlagten Menschen oder von einem unmusikalisch veranlagten Menschen. Ich gehöre zu letzteren, daher gehörte mein Violineüben in meiner Kinderzeit schon bald der Vergangenheit an, denn allein auf die gegebene Zeit, die Mühe für das Üben kommt es nicht an!

Die Violine ist bei einem klassischen - großen oder kleinen - Orchester eines von vielen Instrumenten. Auf den Zusammenklang kommt es an um gut zu klingen, um ein Ziel gut als auch leicht zu erreichen. Um als Teil des Orchesters, als Spieler sich wohl zu fühlen als auch sein Bestes gegeben zu können. 

"Sein Bestes" ist wieder etwas, was für jeden ganz anders aussieht oder sich anfühlt. Abhängig von individuellen Zielen, Bedürfnissen, Wünschen, Träumen, Aufgabenstellungen als auch den Gebotenen Rahmenbedingungen - bleibt es immer noch bei jedem Einzelnen: und was mache ich aus den erhaltenen Informationen?

Jeder - der ehrlich zu sich selbst und zu anderen ist - bekennt, das er/sie auch schon mal unpassende Geschenke erhalten hat. Nun liegt es an mir: was mache ich daraus? Als Zahntechnikerin erhielt ich von Patienten zahlreiche Weinflaschen (für dich ich artig danke sagte), welche ich zu Hause meinen Kinder als Geschenk an die Lehrer weiterreichte: Ich nehme das dargebotene als Geschenk dankend an, welches ich bei anderer Gelegenheit - ohne schlechtes Gewissen - an einen anderen Weiterreiche ...

Hinterfrage Dich und sei Dir selbst treu, würze das Ganze mit einer großen Portion Gelassenheit und Gottvertrauen - dann wird sich alles andere von selbst finden ...

Überlege, was deine Lieblingsmusik ist, deine Lieblingslieder, welches Instrument du - allein oder in Verbindung mit anderen Menschen - spielen willst, usw.

Bedenke bei allem eines: Bist Du ein Opfer deiner Gene? Nein! Du bist Gestalter deines Lebens, deiner Lebensqualität ... Wie? Fast alles ist eine Folge deine Entscheidung! Egal, ob Du hier aus Erden oder schon im Vorirdischen Dasein Dich entschieden hast. Egal, ob Du bewußt entscheidest - oder durch dein Nichtstun andere über Dich entscheiden läßt. Lehre Dich zu interligent zu wehren als auch interligent dein Leben selbst zu gestalten. Deine Ahnen (Vergangenheit) als auch deine Kinder (Zukunft) werden es Dir danken bzw. Dich dereinst zur Rechenschaft ziehen. Wien, Maerz 2011 von Gunnhild Fenia Tegenthoff

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