Asche Verstorbener verstreuen
in KONKRET: DAS SERVICEMAGAZIN des ORF über Strafen und Gesetze - Kurioses von A bis Z vom 8.7.2011:
Asche über Wien
Eine Fahrt mit dem Riesenrad, war der letzte Wunsch eines US- Amerikaners. In seinem Testament verfügte er, das seine Asche aus der Gondel über Wien ausgestreut werden soll. Ein frommer Wunsch des Toten, ein teurer Spass für die Angehörigen. Denn das Wiener Leichen- und Bestattungsgesetz sieht hier saftige Strafen bis zu 20.000 Euro vor, wenn man diejenige, die es ausgestreut hat, auch ertappt.
ergänzende Info:
In einigen Osteuropäischen Ländern, z. B. in Ungarn ist erlaubt die Asche vom Schiff aus in die Donau zu streuen. Ähnliches wird über den Vierwaldstätter See an der Schweiz - Deutschen Grenze berichtet. Als "Seebestattung" wird das bezeichnet.
An manchen Orten geht es dazu mit einem Ballon in luftige Höhe ... an anderen Orten steigt dazu ein Flugzeug auf, etwa vom Flughafen Bad Vöslau. Geflogen wird z. B. über Ungarn, Slowakei, in die Berge. In den grossen Wäldern am Fusse der Tatra ist das Verstreuen der Asche genehmigt.
Die Kirchen – und hier besonders die röm. katholische – lehnen ein Ausstreuen der Asche Verstorbener grundsätzlich ab.
Jede Anonymisierung der Bestattungen trägt nach Meinung der Kirche dazu bei, den Tod unsichtbar zu machen und die personale Würde des Menschen über den Tod hinaus zu verdunkeln.