heilsam: fremdes Kind würdigen
Hinweise an mit fühlende Freunde:
- gehen Sie zur Beerdigung
- oder an anderen Tagen mit zum Grab. Hinterlassen Sie ein kleines Zeichen, das Sie dort waren.
- vermittelt den Eindruck, dass in der Trauer alle Gedanken und Gefühle normal sind, dass man sich nicht für bestimmte Gefühle und Gedanken (Wut, Neid, Hass, Schuldgefühle,...) schämen muss.
- bringt ein Mittagessen vorbei
- in der ersten Zeit der Trauer reicht die Kraft oft nicht für Alltäglichkeiten des Lebens
- wenn schon ein lebendes Kind da ist
- betreut es für einen Vor- oder Nachmittag, damit die Eltern Zeit für sich und ihre Trauer haben
- es ist schwer, den "richtigen Rat" zu geben, weil es nicht den einen Weg durch die Trauer hindurch gibt.
- vielen hilft es, zu reden, anderen das Lesen von Büchern, anderen das Schreiben, malen, kreativ sein, Tanzen, reisen, ec.
- aber nicht allen
- mir war es damals so unendlich wichtig, alles über Christopher zu erzählen
- ganz wenige Menschen haben sich nach ihm, nach seiner Geburt, seinem Aussehen erkundigt Nach drei Wochen wollte keiner mehr von meiner Trauer hören...
- in der ersten Zeit ist man oft sehr instabil: heute mag sie nur in Ruhe gelassen werden, für sich alleine sein
- morgen braucht sie, sucht sie vielleicht Austausch, möchte sie vielleicht reden, reden, reden... Nur
- dann hat sie vielleicht allen gesagt, sie mag nicht reden, und keiner hört ihr zu...
- vereinbart mit den Eltern des Kindes, dass Ihr sie täglich
- oder alle zwei, drei Tage - anruft. In der Trauer ist man oft wie gelähmt, da fällt es oft schon schwer, zum Telefonhörer zu greifen und von sich aus Hilfe zu holen.